Hafenbar ist in eine Flaute geraten

Die Hafenbar an der Mülheimer Ruhrpromenade im Sommer.
Die Hafenbar an der Mülheimer Ruhrpromenade im Sommer.
Foto: Oliver Müller
Mülheimer Wohnungsbau sucht für weitere drei Ladenlokale noch Pächter.

Die Hafenbar an der Ruhrpromenade ist in sehr ruhiges Fahrwasser geraten. „Im Sommer lief es recht gut, auch wenn der Juni kaum Schönwettertage hatte. Aber der Winter hier ist schwierig. Tagsüber geht nichts“, erklärt Inhaber Uwe Elstermeier. Die Öffnungszeiten hat er deshalb verändert, macht wochentags jetzt erst um 17 Uhr nachmittags auf. Dafür will er mit Events Gäste locken: Live-Musik am Dienstag, Bar-Abend mit DJ am Samstag und – ganz neu – Flammkuchenabend mit „all you can eat“ am Donnerstag.

Was ihm fehlt, ist in den dunklen Monaten in der Woche die Laufkundschaft. „Vielleicht denken manche auch, dass man hier nicht parken kann. In der Tat gibt es aber 70 Parkplätze am Gesundheitsamt.“ Zu hohe Preise sieht er auch nicht als Ursache für die Flaute an. „Wir sind kein Billiganbieter, aber die Preise liegen im Bereich des Normalen“, so Elstermeier. Und: Sicherheitsbedenken müsse auch keiner haben, die Promenade werde seit Juli oft bestreift.

„Die Leute wünschen sich Individualgastronomie, aber viele gehen doch zu den Ketten“, sagt der Gastronom. Im Frühjahr will er aber wieder ganztägig durchstarten. „Man rechnet ja eine Anlaufzeit von einem Jahr ein.“

Auch beim Mülheimer Wohnungsbau, dem Eigentümer des Gebäudes, glaubt man an die Hafenbar. „Der Pächter verfügt über großes Know-how“, so Vorstand Jürgen Steinmetz. Für das benachbarte, noch leerstehende Ladenlokal werde man vermutlich im Dezember einen Vertrag abschließen. Nachdem Verhandlungen mit einem ersten Pachtwilligen ins Leere liefen, sei man jetzt mit einem „Interessenten mit starkem Konzept“ im Gespräch, so Vorstandsvorsitzender Frank Esser. Mehr wollte er noch nicht sagen.

Für drei Ladenlokale zum Marktplatz hin werden noch Pächter gesucht, mit zwei Händlern sei man zurzeit im Kontakt. Ebenfalls noch frei sind zwei Praxen. Andere Ärzte sind eingezogen, ebenso eine Apotheke und ein Friseur. Die Wohnungen sind alle weg, bis auf ein Penthouse zur Miete.

 
 

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