Gutes Radstreckennetz mit Schlagloch-Gefahr auf Mülheims Straßen

Kristina Mader
Stets mit dem Radel da sind Daniela und Michael Wagner: Das Ehepaar verkaufte vor kurzen sein Auto und setzt seitdem ganz auf eigene Muskelkraft. Beim Fahrradfrühling zeigten sie sich damit ganz zufrieden, nur Schlaglöcher auf Radwegen stören sie. Foto: Roy Glisson
Stets mit dem Radel da sind Daniela und Michael Wagner: Das Ehepaar verkaufte vor kurzen sein Auto und setzt seitdem ganz auf eigene Muskelkraft. Beim Fahrradfrühling zeigten sie sich damit ganz zufrieden, nur Schlaglöcher auf Radwegen stören sie. Foto: Roy Glisson
Foto: WazFotoPool

Mülheim. Gerne wirbt Mülheim mit dem Titel „Fahrradfreundliche Stadt“. Um dem gerecht zu werden, investierte die Stadt in den vergangenen Jahren in den Aufbau der Radstationen, baute die Radstrecken aus und schaffte sich Elektroräder an. Doch was sagen die Radler selbst, sind sie zufrieden mit dem städtischen Zweirad-Netz? Was könnte verbessert werden? Die WAZ hörte sich auf dem 14. Fahrradfrühling am Wasserbahnhof um.

Adelheid Schmidt:

„Wenn ich eine Radtour unternehme, dann am liebsten Richtung Kettwig, an der Ruhr entlang. Dort könnten die Radwege allerdings etwas breiter ausgebaut sein. Die Trennung zwischen Fußgänger und Radweg ist nicht geregelt, da kommt es schon mal zu riskanten Überholmanövern.“

Jürgen Kaszubiak:

„In den vergangenen Jahren hat sich einiges getan an den Mülheimer Radwegen. Früher waren die Wege in einem schlechteren Zustand, das hat sich sehr gebessert. Ich finde aber, dass viele Wege sauberer sein könnten. Gerade außerhalb der Stadtmitte liegen häufig Glasscherben und kaputte Flaschen auf den Wegen. Oft wird nur in der Innenstadt gereinigt und zu selten in den Außenbezirken.“

Daniela und Michael Wagner mit Linus (11 Monate)

„Wir haben vor kurzem unser Auto verkauft und erledigen seitdem alles mit dem Rad – das ist viel praktischer. Der Kleine fährt seit er sechs Wochen alt ist immer im Anhänger mit, sei es zum Einkaufen, aber auch wenn wir Radtouren unternehmen. Was uns stört, sind Schlaglöcher auf Radwegen – ein Hindernis wenn man mit einem Kinderwagen als Anhänger unterwegs ist.“ Related content

Ina Tamburrano:

„Wir sind häufig als Gruppe mit dem Rad unterwegs und unternehmen einmal im Jahr eine mehrtägige Tour. Was mir unterwegs immer wieder auffällt, gerade im Vergleich zu anderen Städten: Es gibt kaum öffentliche Toiletten an den Mülheimer Strecken. Ansonsten ist das Wege-Netz aber prima ausgebaut.“

Olaf Meller:

„Ich fahre regelmäßig mit dem Rad und entdecke dabei immer wieder, wie schlecht die Wegdecken in Mülheim beschaffen sind. Es gibt zu viele Schlaglöcher auf den Radwegen – hier sollte die Stadt mehr in die Instandhaltung investieren.“

Manfred Stroßmann:

„Auf Mülheimer Radwegen unterwegs zu sein, ist häufig unsicher: Die Strecken haben Schlaglöcher, man muss herabhängenden Ästen ausweichen, Büsche sind nicht geschnitten. Beispiel Uhlenhorstweg: Dort stehen die Wurzeln der Bäume hoch, die Unfallgefahr steigt. An vielen Stellen sehen die Wege so aus. Ich finde, wenn die Stadt mit dem Titel ‚Fahrradfreundliche Stadt’ wirbt, sollte sie ihre Radstrecken sorgfältiger pflegen.“