Gustav animiert zum Energiesparen

Björn Bowinkelmann
Volker Smit hat den Animationsfilm bei der Vorauswahl in Berlin Kollegen aus ganz Deutschland vorgestellt.
Volker Smit hat den Animationsfilm bei der Vorauswahl in Berlin Kollegen aus ganz Deutschland vorgestellt.
Foto: privat

Mülheim. Der Animationsfilm „Gustav-Conserve-Energy“ (Gustav spart Energie) ist als Beitrag für das europäische Bildungsfestival „Science on Stage“ (Wissenschaft auf der Bühne) qualifiziert. Schüler der Gustav-Heinemann-Schule haben den Film komplett in Eigenregie produziert, das Drehbuch geschrieben, die Filmaufnahmen und Animationen gemacht, geschnitten und vertont.

Im Film gibt eine Lego-Figur namens Gustav praktische Tipps zum Energiesparen. Mittels Stop-Motion-Technik haben die Schüler Gustav zum Leben erweckt: Einzelbilder von der Figur gemacht, und die Figur dabei von Bild zu Bild leicht verändert. Als fertiger Film simulieren die aneinandergereihten Bilder dann die Bewegung.

"Vielleicht ergeben sich ja Kontakte"

Lehrerin Melina an der Meulen hatte die Idee mit ihrem Kurs Naturwissenschaften aus dem zehnten Jahrgang, den Animationsfilm zu drehen. Mit dem Film hatten die Schüler bereits vergangenes Jahr den Klimaschutz-Preis in Mülheim gewonnen. Lehrer-Kollege Volker Smit hat sich mit dem innovativen Unterrichtsprojekt stellvertretend für die Gustav-Heinemann-Gesamtschule bei Science on Stage beworben. Mit Erfolg: Nach geglückter Vorauswahl am vergangenen Wochenende in Berlin, wird das Filmprojekt kommenden April Kollegen aus ganz Europa vorstellen. Rund 350 Lehrer aus 27 europäischen Ländern werden vier Tage lang in der polnischen Grenzstadt Slubice und der Nachbarstadt Frankfurt an der Oder Unterrichtsideen von Lehrern für Lehrer präsentieren.

„Vielleicht ergeben sich ja Kontakte für einen europäischen Schüleraustausch in den Naturwissenschaften“, hofft Smit, der an der Gesamtschule Biologie und Chemie unterrichtet.

Außenstehende können das Werk der jungen Filmemacher derzeit nicht begutachten. Die ambitionierten Schüler mussten ihren Film wieder aus dem Internet nehmen, weil ihnen für die im Film verwendete Musik die GEMA-Rechte fehlen.