Mülheim

Gruppenvergewaltigung in Mülheim: Ein Detail sorgt besonders für Entsetzen

In diesem Waldstück in Mülheim soll sich in diesem Sommer eine brutale Gruppenvergewaltigung ereignet haben.
In diesem Waldstück in Mülheim soll sich in diesem Sommer eine brutale Gruppenvergewaltigung ereignet haben.
Foto: Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

Mülheim. Diese schreckliche Tat sorgte im Sommer in ganz Deutschland für Entsetzen!

In Mülheim sollen fünf Kinder und Jugendliche ein 18 Jahre altes, leicht geistigbehindertes Mädchen in ein Waldstück gelockt, geschlagen und brutal vergewaltigt haben. Das Alter der mutmaßlichen Täter schockierte: Sie waren zwischen zwölf und 14 Jahren alt.

Der mutmaßliche Haupttäter Georgi S. (15) sitzt seither in U-Haft.

Wie sich später herausstellt, soll der inzwischen 15-Jährige bereits zuvor ein Mädchen vergewaltigt haben. Das Verfahren gegen zwei ebenfalls beteiligte Zwölfjährige wurde inzwischen eingestellt. Sie sind strafunmündig. Zwei weitere mutmaßliche Mittäter sind auf freiem Fuß, gehen wieder zur Schule.

Mülheim: Gruppenvergewaltigung erschüttert im Sommer

Die mutmaßlichen Gruppenvergewaltiger stammen aus Bulgarien, leben mit ihren Familien in Mülheim. Zwei Familien waren dem Jugendamt bereits bekannt.

------------------------------------

• Mehr zum Thema:

Mülheim: Frau von Kindern missbraucht – Therapeut: „Plädiere für deutlichere Strafen“

Nach Gruppenvergewaltigung in Mülheim: Nachbarin des Anführers (14): „Ich habe Angst“

Aufmarsch nach Gruppenvergewaltigung in Mülheim: „Das waren keine besorgten Bürger, sondern stramme Nazis!"

Gruppenvergewaltigung in Mülheim: Duisburger Sexualtherapeut hat wichtige Forderung

-------------------------------------

Die Familie des Hauptangeklagten sollte im Herbst Deutschland verlassen. Grund: Die Eltern hatten keinen gültigen Arbeitsvertrag, wie sich bei einer Überprüfung gezeigt hatte. Ein vom Vater vorgelegter Vertrag bei einem Imbiss stellte sich als Fälschung heraus. Der Imbissbetreiber kannte den Mann nicht einmal.

Kurz bevor im November eine Frist zur Ausreise der Familie auslief, präsentierte die Mutter einen neuen Kontrakt als Putzkraft. Die Abschiebung ist damit ausgesetzt, und „das Verfahren damit wieder auf Null gesetzt. Wir haben keine Rechtsgrundlage, um die Familie auszuweisen“, sagte Stadtsprecher Volker Wiebels Anfang November.

Die Stadt kündigte an, den Vertrag genau zu prüfen. Zwischenzeitlich war unklar gewesen, wo die Familie untergekommen war. Denn an ihrem gemeldeten Aufenthaltsort lebte sie nicht mehr. Inzwischen ist klar: Sie sind bei Verwandten untergekommen.

------------------------------------

Mehr spektakuläre Kriminalfälle aus dem Jahr 2019:

------------------------------------

Weitere Gruppenvergewaltigungen in Velbert und Krefeld

Auch Velbert und Krefeld wurde von Gruppenvergewaltigungen erschüttert. In Velbert hatten 2018 acht Jugendliche ein Mädchen auf dem Nachhause-Weg abgepasst und vergewaltigt. Im Januar wurden zwei Jugendliche, die mit ihren Familie zunächst nach Bulgarien geflohen waren, verurteilt.

Die weiteren sechs Jugendlichen waren zuvor bereits verurteilt worden. Die höchste Einzelstrafe betrug vier Jahre und neun Monate. (ms)

 
 

EURE FAVORITEN