Grüne lehnen Hotel am VHS-Standort ab

Die Heinrich-Thöne-Volkshochschule in Mülheim.
Die Heinrich-Thöne-Volkshochschule in Mülheim.
Foto: STEPHAN GLAGLA / WAZ FotoPool

Mülheim. Auf Ablehnung der Grünen stößt der Vorschlag der Oberbürgermeisterin, den jetzigen Standort der Volkshochschule an der Bergstraße für einen Hotelneubau zu nutzen. Dies war eine von drei Ideen Dagmar Mühlenfelds für den Platz einer künftigen Vier-Sterne-Herberge.

„Die OB“, erklärt Fraktionssprecher Tim Giesbert, „verteilt das Fell des Bären, bevor er erlegt ist. Und unserer Meinung nach sollte er auch gar nicht erlegt werden.“ Es gebe, macht Giesbert deutlich, bisher keinen politischen Beschluss, den zentralen VHS-Standort aufzugeben. Diesbezügliche Überlegungen seien eher wolkig denn konkret. Mühlenfeld presche ohne Rückendeckung vor. Die Grüne-Fraktion sei der Überzeugung, dass eine Institution wie die VHS auch baulich einen identitätsstiftenden Mittelpunkt brauche.

Ein Hotelbau könne Sinn machen

Eine Verlagerung in die Stadtteile oder die Auslagerung großer thematischer Bereiche in andere Städte widerspreche dem Sinn gesamtstädtischer Erwachsenenbildung. Ein Hotelbau, erklärt Giesbert, könne bei nachgewiesenem Bedarf durchaus Sinn machen. Über die Standorte Kaufhof-Immobilie als auch Ruhrpromenade sei zu reden. „Die VHS dafür zu opfern“, stellt Giesbert unmissverständlich klar, „geht gar nicht!“

 
 

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