Großfamilie fiel erneut durch Brutalität auf

Die Stadt will das Asylverfahren gegen eine Großfamilie aus Albanien, die seit etwas über einem Jahr in Mülheim lebt und am Mittwoch bei einer Auseinandersetzung mit städtischen Bediensteten und der Polizei brutal aufgefallen ist, „mit Nachdruck beschleunigen“. Zum wiederholten Male sei die Gastfreundschaft von einzelnen Familienmitgliedern „mit Füßen getreten worden“, erklärte der Leiter des Ordnungsamtes, Bernd Otto. Erneut seien auch Mitarbeiter des Amtes aufs Äußerste bedroht worden.

Mitglieder der Familie hatten am Mittwoch zudem Polizeibeamte bei einer Personen- und Fahrzeugkontrolle massiv angegriffen, so dass sich die Beamten mit Pfefferspray wehren mussten (wir berichteten). Wie die Polizei berichtet, hatten Mitglieder der Familie – darunter Kinder – erst vor kurzem, Ende April, einen Notarzt, der in der Familie ein Kind behandeln wollte, angegriffen. Man wollte in der Familie keinen Eingriff von außen dulden, so ein Polizeisprecher. Selbst die Kinder zeigten keine Hemmschwelle.

Wie die Stadt berichtet, musste die Familie bereits innerhalb Mülheims umgesiedelt werden, weil es mehrfach zu Auseinandersetzungen mit Nachbarn gekommen sei. „Andere Flüchtlinge haben unter der Familie gelitten.“ Der Leiter des Ordnungsamtes betont, dass diese Großfamilie eine „traurige Ausnahme“ unter den vielen Flüchtlingen und Asylbewerbern in der Stadt sei. Der weitaus größte Teil verhalte sich völlig korrekt. Innerhalb der Verwaltung vermutet man, dass die Familie kein Daueraufenthaltsrecht bekommt.

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