Große Freude über neue Pläne zum Mülheimer Kaufhof

Kaufhof: Visualisierungen der Pläne
Kaufhof: Visualisierungen der Pläne
Foto: AIP
Der Mülheimer Wohnungsbau (MWB) steht für einen Einsatz am Kaufhof bereit. Und die Politik zeigt sich durchgängig erfreut über die jüngsten Pläne.

Mülheim.. Der Mülheimer Wohnungsbau (MWB) ist bereit zu einem Engagement bei einer Investition am Kaufhof-Standort. Geschäftsführer Frank Esser bestätigte entsprechende Kontakte mit den Düsseldorfer Entwicklern von AIP für ein Bauprojekt mit Seniorenresidenz, Hotel, Supermarkt, Gastronomie und Einzelhandel.

Der MWB, der seit Jahren das Leerstandsmanagement für das verwaiste Warenhaus betreibt, kann sich laut Esser vorstellen, als Partner des US-Investmentfonds Fortress aufzutreten oder als Betreiber bzw. Bewirtschafter. Esser verweist auf die Erfahrung seiner Genossenschaft im Bereich von Senioren-Wohnkonzepten. Mitte Januar wollen sich AIP und MWB zu ausführlichen Gesprächen treffen, um Optionen einer Zusammenarbeit zu besprechen.

Areal samt Bau für Fortress reservieren

Kaufhof-Eigentümer Jochen Hoffmeister zeigte sich erneut „hoffnungsfroh“, dass das geplante Invest jetzt tatsächlich zum Tragen kommt. Er will das Areal samt Bau weiter für Fortress reservieren. „Wenn das so kommt, würde ich es sehr begrüßen“, sagt SPD-Fraktionschef Dieter Wiechering. Da Einzelhandel an der Stelle offensichtlich nicht mehr marktgängig sei, sei die Idee einer Seniorenresidenz vielversprechend, insbesondere mit Blick auf den hohen Anteil älterer Menschen in der Bürgerschaft. Das sieht auch Wolfgang Michels (CDU) so. Insbesondere gefalle ihm an den Plänen, dass ein Teil der alten Kaufhof-Fassade erhalten bleiben soll.

„Klasse, so etwas sollte lieber gestern als heute realisiert werden“, sagt FDP-Fraktionschef Peter Beitz. Auch den Blick auf Senioren hält er angesichts des hohen Altersdurchschnitts von Mülheim für gut gewählt. „Wenn Senioren schon gerne in Mülheim leben, sollte das auch zentral möglich sein.“ Von einem überzeugenden Konzept spricht der Kreisvorsitzende Christian Mangen. „Alles, was irgendwie zur Belebung beiträgt, ist willkommen.“ Er hoffe nur, dass die Pläne nicht wieder ein Wahlkampf-Trick seien wie vor sechs Jahren das Ruhrbanium. Den hat auch CDU-Mann Michels noch vor Augen.

Planung etwas Gutes abgewonnen

Selbst einer der größten Kritiker von Ruhrbania, Lothar Reinhard (MBI), gewinnt der Planung Gutes ab. „Wir können alle froh sein, wenn endlich an der Stelle was passiert. Er äußert jedoch Zweifel, dass dort ein Hotel erfolgreich sein kann. „Schon beim Baufeld I gab es von Kondor Wessels Hotelpläne, die sich nicht realisieren ließen.“

Wie ein schönes Weihnachtsgeschenk fühlt es sich für Franziska Krumwiede, Sprecherin der Grünen, an: „Die Innenstadt wird so doch noch angekurbelt, und die Karten werden neu gemischt.“

 
 

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