Glanzvolle Bilder erinnern an byzantinische Malerei

Ein spätes Werk des Künstlers: „Marmorklippen / Naxos“ (Materialcollage, Acryl) kreierte Otto Georg Liebsch 1998.
Ein spätes Werk des Künstlers: „Marmorklippen / Naxos“ (Materialcollage, Acryl) kreierte Otto Georg Liebsch 1998.
Foto: Justus Cohen
Mit einer Ausstellung in der Petrikirche sind nach langer Zeit wieder einmal Werke des Mülheimer Künstlers Otto Georg Liebsch (1937 - 2001) in der Öffentlichkeit zu sehen. Liebsch war 1963 einer der ersten Träger des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim.

Mülheim. Mit einer Ausstellung in der Petrikirche sind nach langer Zeit wieder einmal Werke des Mülheimer Künstlers Otto Georg Liesch (1937 - 2001) in der Öffentlichkeit zu sehen. Liebsch war 1963 einer der ersten Träger des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim.

Orgelwerke passend zu den Bildern

Und die meisten Mülheimer sind schon mal an seiner Kunst vorbeigegangen, haben sich vielleicht sogar daran erfrischt, ohne zu wissen, dass das Werk von Liebsch stammt: Im öffentlichen Raum ist er mit seiner Installation „Regenbaum“ (1986) am Eingang zum Forum an der Eppinghofer Straße präsent.

In enger Zusammenarbeit mit seiner Familie realisiert die Vereinte Evangelische Kirchengemeinde die Ausstellung seiner Gemälde. Gezeigt werden vom 1. September bis 6. Oktober 21 Werke aus der Schaffensperiode von 1985 bis 1998.

Der 1937 in Ankara geborene Künstler integriert in seinen Werken die Kultur byzantinischer Malerei und die handwerkliche Detailarbeit grafischen Arbeitens. Bei manchen Werken möchte man den Schleier wie aus hauchleichtem Gewebe beiseiteziehen, um hinter das Sichtbare zu schauen.

Jedes Bild trägt ein Geheimnis

Das lichte Blau des Mittelmeerraumes scheint in den feinen, hochdifferenzierten Farbnuancen auf. Beim Betrachten verrät jedes Bild ein Geheimnis. So gerät ein Gang durch die Ausstellung zu einer Entdeckungsreise.

Die Ausstellung wird am morgigen Sonntag um 11.30 Uhr in der Petrikirche in der Altstadt eröffnet. Eine lebendige Einführung gibt Pfarrer Ludwig Kettschau, der im Ruhestand ist und Liebsch aus persönlicher Begegnung schätzt. Kirchenmusikdirektor Gijs Burger spielt Orgelwerke, zu denen ihn die Bilder inspirierten, wie „Les couleurs de la cité céleste“.