Gibt es in drei Jahren ein Kunsthaus in Styrum?

Die Grundschule Meißelstraße in Styrum soll (vielleicht) das Atelierhaus für Mülheimer Künstler werden, da die Schule geschlossen werden soll. Hier ein Bild aus September 2011 – v.l. die Künstler Peter Helmke, Barbara Deblitz, Marta M. Deli, Prof. Heiner Schmitz und Alexander Voss. Foto: Kerstin Bögeholz / WAZ FotoPool
Die Grundschule Meißelstraße in Styrum soll (vielleicht) das Atelierhaus für Mülheimer Künstler werden, da die Schule geschlossen werden soll. Hier ein Bild aus September 2011 – v.l. die Künstler Peter Helmke, Barbara Deblitz, Marta M. Deli, Prof. Heiner Schmitz und Alexander Voss. Foto: Kerstin Bögeholz / WAZ FotoPool
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Mülheim. Das Kunsthaus für die Mülheimer Kunstszene lässt noch auf sich warten: Vor 2015 wird es wohl nicht kommen. Aber Alexander Voss, Ex-Vorsitzender des Vereins Kunsthaus, will nicht meckern, weil dafür zumindest der Standort in der Styrumer Grundschule an der Meißelstraße feststehen soll: „Wir müssen die Wartezeit hinnehmen. Wichtig ist, dass wir uns auf die Zusage verlassen können.“

Noch keine feste Zusage

Eine feste Zusage steht allerdings noch aus, zunächst muss die Politik dafür einem Antrag zustimmen, den die FDP am Freitag im Kulturausschuss stellen will: „Mülheim sollte dem Beispiel anderer Städte folgen und den Künstlern an dieser Stelle preiswerte Ateliers zur Verfügung stellen“, heißt es darin. Der Ort wäre ideal aus Sicht von Verein und Künstlern, die für die Herstellung von Ateliers und Veranstaltungsraum in dem rund 750 qm großen Gebäude so gut wie nichts mehr investieren müssten. Auch eine Wohnung für Gastkünstler wäre im Nebengebäude des ehemaligen Hausmeisters möglich.

Der Stadtverwaltung käme die Lösung gelegen, denn das Gebäude soll – so der Schulentwicklungsplan – aufgegeben werden und stünde dann leer. Entweder wird das Gebäude dann an den Verein übergeben oder ein Nutzervertrag aufgesetzt, so Voss: „Die Stadt spart Verwaltungsaufwand und laufende Kosten.“

"Wichtige politische Beschlüsse stehen noch aus"

In die Quere könnte ihnen jedoch der Bürgerentscheid zur Bruchstraße kommen: „Die Karten müssen neu gemischt werden“, glaubt Frank Buchwald vom Immobilienservice, „wichtige politische Beschlüsse stehen noch aus“. Gemeint sind Ziele der Zukunftswerkstatt Styrum, die in den Schulentwicklungsplan flossen und in denen die Aufgabe der Meißelstraße an den Ausbau der Grundschulen an der Zastrow- und Augustastraße geknüpft ist.

Nur: Ist dies nach dem Bürgerentscheid noch finanzierbar? „Es muss möglich sein“, will FDP-Fraktionsvorsitzender Peter Beitz am Antrag im Kulturausschuss festhalten, nicht ohne Spitzfindigkeit: „Der Kämmerer hat gesagt, das Geld wird trotz Sanierung an der Bruchstraße an keiner Schule fehlen. Falls doch, haben wir ihn beim Lügen erwischt.“

 
 

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