Geschäftsleute hoffen auf den Erfolg von Ruhrbania

Deike Frey
Ruhrbania soll’s richten: Wenn das Konzept aufgeht, könnte die Anlage am Ruhrufer zur Keimzelle einer modernen Stadt werden.
Ruhrbania soll’s richten: Wenn das Konzept aufgeht, könnte die Anlage am Ruhrufer zur Keimzelle einer modernen Stadt werden.
Foto: www.blossey.eu
Der Leerstand in der Innenstadt wächst, aber es gibt auch Lichtblicke, zeigt sich immer wieder. Und falls das Ruhrbania-Konzept aufgeht, könnte die Stadt sich erholen, heißt es. Auch im WAZ-Lesercafé soll es um die Misere gehen – wir hoffen auf zahlreiche Besucher am 15. Januar in der Ladenkirche.

Mülheim an der Ruhr. Auf Ruhrbania, da setzen viele. Das Konzept soll Menschen in die Innenstadt locken, die zur Abwechslung einmal nicht negativ auf die City schauen. Die sich freuen auf entspannte Stunden am Hafenbecken, auf zwei, drei hübsche Cafés entlang der Promenade – und die hoffentlich bereit sein werden, Geld auszugeben in Geschäften entlang der Schloßstraße und drumherum. Wäre das pralle Leben am Ruhrufer doch bloß schon Wirklichkeit, wie schön wäre das.

Noch sieht die Sache anders aus. Heißt: schlechter. Wer Mülheims einst attraktive Einkaufsmeile herunterbummelt, steht allzu häufig vor leeren Läden. Und auch in angrenzenden Straßen fällt der Blick immer häufiger auf trübe Fensterscheiben. Laut informierter Kreise betrug die Leerstandsquote Ende 2012 – bei einem Blick auf die gesamte City – gut zehn Prozent, mittlerweile ist sie weiter gewachsen.

„Von der Kreativszene gehen nach wie vor Impulse aus“

Das Bedauern darüber ist groß – ebenso das Bemühen, etwas zu ändern. „Und es gibt ja auch Lichtblicke“, sagt die City-Managerin. Hier ein neuer Herren-Frisör, dort eine neue Lotto-Annahmestelle. Und von der Galerie Hamé, beheimatet an der Wallstraße, gibt es nun auch einen Ableger an der Schloßstraße. Überhaupt: die Kreativszene. „Von der gehen nach wie vor Impulse aus“, freut sich die City-Managerin. Dennoch, auch sie muss feststellen: „Der Einzelhandel ist in der Krise, auch bei uns. Und um da wieder heraus zu kommen, müssen wir dringend Lösungen erarbeiten und alle an einem Strang ziehen.“

Bei der Suche nach Auswegen können auch Sie, liebe Leser, sich einbringen. Die WAZ möchte mit Ihnen im Lesercafé über die Situation in der Innenstadt diskutieren. Und auch die City-Managerin wüsste allzu gern, wie Sie sich das Mülheim der Zukunft vorstellen. . .

MWB baut Firmenzentrale aus

Für die Mülheimer Wohnungsbau eG (MWB) gibt es indes bereits konkrete Zukunftspläne: Der Immobiliendienstleister will seine Zentrale an der Friedrich-Ebert-Straße ausbauen, so Vorstandsvorsitzender Frank Esser. Grund seien „massive Platzprobleme“. Bis Ende 2015 wolle man das bereits leergezogene Haus Nummer 4 derart umgestalten, dass für die insgesamt 70 Mitarbeiter samt Azubis rund 350 Quadratmeter mehr zur Verfügung stehen. Zudem werde man weiterhin im Haus Nummer 2 residieren.

Das Haus mit der Nummer 6 soll dagegen künftig wieder ein reines Wohnhaus werden. Und auch das Ladenlokal, in welchem bis vor kurzem das Sanitätshaus Kroll untergebracht war, hofft Esser ganz bald wieder vermieten zu können.