Gesang entkrampft!

Es wird viel zu wenig gesungen. Vielleicht habe ich in meiner Jugend zu viel Schlagerfilme mit Roy Black gesehen. Aber es gibt immer wieder Momente, in denen ich denke, eigentlich schade, dass ich nicht Teil eines solchen Filmes bin. Denn manchmal wäre es schön, wenn plötzlich eine Melodie aus dem Off erklänge und ich ein Lied anstimmen könnte. So ein Lied entkrampft doch manche Situationen ganz ungemein.

Stellen Sie sich vor, ihr Chef kommt ins Büro und beschwert sich, dass Sie seinen Auftrag noch nicht erledigt haben. Irgendwelche Ausreden zu stammeln, wird kaum eine Wirkung haben.

Aber es geht auch anders: Erheben Sie sich vom Tisch, schauen Sie Ihrem Chef in die Augen, umarmen Sie ihn. Es erklingen Geigen und Sie stimmen an: „Nur die Liebe lässt uns leben.“ Wenn er nun sagen wird, auch er stünde in der Pflicht, nämlich seinem Chef gegenüber.

Entgegnen Sie einfach: „Morgen ist auch noch ein Tag.“ Und als Lied folgt: „Denn immer immer wieder geht die Sonne auf.“ Und damit Ihr Chef gar nicht auf weitere Ideen kommt, schließen Sie Peter Alexanders „Feierabend“ an. Mittlerweile werden die Kollegen aus den anderen Büros dazu gekommen sein, der Chef wird untergehakt und gemeinsam marschiert die Truppe, mittlerweile im Chor singend, schnurstracks in die nächste kleine Kneipe in unserer Straße.

So schön könnte es sein. Doch leider erklingt im Hintergrund nie die Musik.

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