Gegnern des Rauchverbotes fehlen Argumente

Barbara Steffens
Will in NRW ein striktes Rauchverbot einführen: Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) kontert die Kritik der Mülheimer Werbegemeinschaft BIG. Foto: Lars Fröhlich
Will in NRW ein striktes Rauchverbot einführen: Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) kontert die Kritik der Mülheimer Werbegemeinschaft BIG. Foto: Lars Fröhlich
Foto: WAZ FotoPool

Die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) kontert die Kritik der Mülheimer Werbegemeinschaft "Broicher Interessen-Gemeinschaft" (BIG) an ihren Plänen für ein Rauchverbot:

„Die Entwicklung der Umsätze im Gastronomiebereich nach Einführung von Rauchverboten war so unterschiedlich, dass es irreführend ist, es als Tatsache darzustellen, dass die Umsätze drastisch zurückgehen werden. Das ist genauso absurd, wie die unterstellte enge Verbindung, dass die übertragenen Bundesliga-Spiele ohne Zigarette kein Publikum mehr anziehen.

Hier wird ein Bild – „Sport gleich Zigarette“ – konstruiert, das so sicher nicht ganz richtig ist.

Aus Sicht eines fairen Wettbewerbs müsste die Werbegemeinschaft konsequenterweise gegen das heutige Gesetz vorgehen, weil es durch viele Ausnahmen wettbewerbsverzerrend wirkt.

Die Pressemitteilung zeigt jedenfalls deutlich, dass den Befürwortern der Ausnahmeregelungen die Argumente ausgehen, da sie bereits die Verödung ganzer Stadtteile heraufbeschwören oder Szenarien schildern, die niemand ernsthaft anstrebt, wie beispielsweise das Verbot des Rauchens im Freien.

In der Tat sind mir Arbeitsplätze nicht gleichgültig, aber ich lege großen Wert darauf, dass diese die Gesundheit nicht gefährden.“

Zur Meinung „Contra Rauchverbot“ von BIG-Chef Hans A. Wunder