Fünfjähriger in Mülheim beraubt - fünf Teenager gefasst

Gemeinsam mit der Ermittlungsgruppe Jugend kam das Raubkommissariat den Tätern auf die Spur.
Gemeinsam mit der Ermittlungsgruppe Jugend kam das Raubkommissariat den Tätern auf die Spur.
Foto: WAZ FotoPool
Fünf Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren bedrohten in Mülheim Kinder mit einer Softair-Pistole und Reizgas. Die Polizei kam ihnen auf die Schliche.

Mülheim. Ein fünfjähriger Junge und sein siebenjähriger Freund wurden am 29. September Opfer eines Überfalls. Die beiden Kinder spielten nachmittags in Mülheim auf dem Marktplatz an der Zastrowstraße, während eine Gruppe Jugendlicher in der nahen Parkanlage saß. Gegen 16.30 Uhr traten die fünf jungen Mülheimer im Alter von 14 bis 16 Jahren an die Kinder heran und zückten eine Softair-Pistole sowie Reizgas.

Die beiden fünf- und siebenjährigen Jungen wurden von den Tätern bedroht, der jüngere musste ihnen schließlich sein recht betagtes Mobiltelefon mit dazugehörigen Kopfhörern aushändigen. Zu Hause angekommen berichtete der Fünfjährige seinem Vater von dem Vorfall, der sofort die Polizei einschaltete. Das Raubkommissariat des Mülheimer Polizeipräsidiums konnte letztlich mit Hilfe der Ermittlungsgruppe Jugend fünf Tätern auf die Spur kommen: einem 14-Jährigen, drei 15-Jährigen sowie einem 16-Jährigen.

"Jugendliche Intensivtäter" am Werk

Als Haupttäter bei dem Raub wurde der 16-Jährige ermittelt, er hatte auch die Pistole bei sich und gab bei einer der Vernehmungen seine Beteiligung an der Tat zu. Unter den Mittätern sind auch zwei "Jugendliche Intensivtäter", einer davon ist der 14-Jährige. Diese beiden wurden bereits in ein spezielles Programm aufgenommen, da sie schon während ihrer Strafunmündigkeit kriminell in Erscheinung traten.

Nachdem der Fall des schweren Raubes auf den Fünf- und Siebenjährigen nun geklärt ist, wird auch der 16-Jährige als "jugendlicher Intensivtäter" behandelt. Fortan haben Beamte der Ermittlungsgruppe Jugend ebenfalls ein besonderes Auge auf ihn und seine kriminelle Entwicklung. Damit sollen in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen schneller erforderliche Maßnahmen eingeleitet werden können. (we)

 
 

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