Fotos rauf und runter im Bismarckturm

Ausstellung im Backstein-Ambiente: Herbert Wilk, Kursleiter Ralf Raßloff, Wolfgang Fricke, Anette Reith, Anna-Maria Früh (v.l.) mit ihren Werken.
Ausstellung im Backstein-Ambiente: Herbert Wilk, Kursleiter Ralf Raßloff, Wolfgang Fricke, Anette Reith, Anna-Maria Früh (v.l.) mit ihren Werken.
Foto: WAZ FotoPool

Mülheim-Holthausen. Törtchen mit Biss, formvollendete Akte, puristische Treppengeländer, Straßenaufnahmen, Lichtmalerei oder eine Nähmaschine, die rauf und runter rattert: „Up & Down“ ist die Foto-Ausstellung überschrieben, die am morgigen Sonntag, 15 Uhr, im Bismarckturm eröffnet wird.

Farbbrillante Bilder auf hohem Niveau sind im reizvollen Kontrast mit dem Backsteinbau zu sehen. Mit Fantasie, Detail-Freude und technischer Raffinesse haben zehn Teilnehmer eines VHS-Kurses ihre Fotos komponiert und inszeniert.

Kein Wunder, stand ihnen doch der Künstler, Fotograf und Ruhrpreisträger Ralf Raßloff mit Rat und Tat zur Seite, der über viel Erfahrung mit diesem Medium, aber auch mit der Konzeption von Kunst-Ausstellungen verfügt. So bezeichnet Raßloff den Kurs als ein „Ausstellungsprojekt zeitgenössische Fotografie“. Bei einem Kurs in den Räumen einer Volkshochschule mitzumachen, ist die eine Sache – sich aber intensiv mit der Umsetzung zu beschäftigen und sich in der Öffentlichkeit mit den Arbeiten zu präsentieren, die andere Sache, zu der es Mut braucht, „um sich auf dieses Experiment einzulassen“, lobt Dirk Schneider die Teilnehmer. Von einem besonderen Projekt, das die VHS verlasse, um an einen Kulturort zu gehen, spricht der Kulturbetriebsleiter und hebt die gute Vernetzung der VHS hervor.

"Ressourcen der Teilnehmer zu fördern"

Zunächst haben sich die Mülheimer Gedanken gemacht, „was zum Thema passen könnte“, erläutert Anette Reith: „Ideen wurden wieder verworfen, erste Probefotos im Kurs besprochen, daran gefeilt und optimiert, die Exponate erstellt.“ Eine große Herausforderung sei gewesen, „die Arbeiten aufzuziehen“. Erfahrung hatten sie alle. „Ich habe viele Kurse gemacht“, sagt Wolfgang Fricke, „aber das hier ist eine andere Qualität“. Raßloff habe es geschafft, „die Ressourcen der Teilnehmer zu fördern“. Für Anette Reith ist es die „Königsdisziplin“. Mit unterschiedlichen Herangehensweisen „hat jeder seinen eigenen Weg gefunden“, sagt Raßloff. Als Künstler und Kursleiter hatte er immer das Ergebnis, die Ausstellung, im Blick. Am Anfang sei er skeptisch gewesen, weil er nicht gewusst habe, was die Teilnehmer können. „Doch jetzt bin ich glücklich mit dem, was dabei herausgekommen ist.“

 
 

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