Fazit zum „Stadtradeln“: In Zukunft geht mehr

Viele Bürger für das Radfahren im Alltag zu gewinnen und die Fahrradnutzung mehr zum Thema in der Kommunalpolitik zu machen – das waren die Ziele der bundesweiten „Stadtradeln“-Kampagne, an der Mülheim vom 30. August bis zum 19. September als eine von 283 Kommunen teilgenommen hat. 14 Radfahrteams haben sich für die Aktion angemeldet und darum konkurriert, wer die größten Strecken mit dem Rad meistert. In den 21 Tagen haben 53 Radler insgesamt 17 710 Kilometer zurückgelegt, den größten Anteil daran hatte der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC). Wurden die Ziele damit erreicht?

„Man kann immer besser werden“, resümiert Susanne Dickel von der Mülheimer Initiative für Klimaschutz. „Mülheim war das erste Mal dabei. Das Radfahren mehr in den Alltag zu integrieren ist ein hartes Brett, das man bohren muss.“ Dickel zeigt sich für die Zukunft aber optimistisch: „Mülheim nimmt ab jetzt jedes Jahr teil und wir sind voller Ehrgeiz, dass wir jedes Mal mehr Kilometer schaffen.“ Um mehr Bürger bis zum nächsten Jahr aufs Rad zu locken, bietet die Initiative für Klimaschutz ab jetzt ein Lastenrad zum Testen an. „Viele Leute steigen nicht aufs Rad, weil man darauf so wenig transportieren kann“, so Dickels. Ein Lastenrad dagegen biete auch genug Platz für größere Transporte.

In der Kommunalpolitik dagegen sei das Thema Radfahren längst angekommen, so Helmut Voß vom Amt für Verkehrswesen und Tiefbau. Dennoch setze die Stadt darauf, die Radnutzung durch Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit, des Services und der Infrastruktur weiter zu fördern. Als Beispiele nannte Voß die Weiterführung des Radschnellwegs Rheinische Bahn, die regelmäßige Erneuerung des Radfahrplans oder das Schaffen von mehr Parkmöglichkeiten für Fahrräder.

 
 

EURE FAVORITEN