Fabbrica Italiana könnte doch ins Depot in Mülheim-Speldorf einziehen

Mirco Stodollick
In die Depot-Passage in Speldorf soll wieder Leben kommen. Archivfoto: Tom Thöne / WAZ FotoPool
In die Depot-Passage in Speldorf soll wieder Leben kommen. Archivfoto: Tom Thöne / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Mülheim. Der Einzug des Gastronomiebetriebes Fabbrica Italiana ins Speldorfer Depot scheint nun doch möglich: Nach Problemen mit dem insolventen Luxemburger Depot-Eigentümer liegt Seydock, Geschäftsführer der Fabbrica, mittlerweile ein neuer Mietvertrag vor.

Die Gespensterstimmung rund um das Speldorfer Depot soll nun doch bald gastronomischem Flair weichen.

Weiter versucht die Fabbrica Italiana Einzug zu erhalten in die denkmalgeschützte Immobilie, deren Luxemburger Eigentümer zuletzt wegen Insolvenz Schlagzeilen gemacht hatte.

Neuer Mietvertrag

Seydock, der an der Duisburger Straße schon im September hatte Eröffnung feiern wollen, hat mittlerweile einen neuen Mietvertrag für 958 m2 im Erdgeschoss, 60 m2 im Obergeschoss und 400 m2 im Außenbereich des Depots vorliegen. Sein Anwalt, der seit dem Ärger mit der Ansiedlung mit der Mietsache betraut ist, hat es nun neben der Rheingrund AG als Hausverwalterin auch mit dem Immobilienmanagement der Stuttgarter IPAM und der Bankenholding Hypo Real Estate zu tun. Ob letztere neue Eigentümerin des Depots ist oder aber als Hauptgläubigerin im Insolvenzverfahren gegen den Luxemburger Eigentümer in Erscheinung tritt, war gestern nicht zu erfahren.

Noch letzte Woche habe er mit der Rheingrund-Vertreterin und einem Architekten die Pläne für den Umbau abgestimmt, berichtet Seydock. Als Termin für den Start des Umbaus ist der 3. Januar markiert. Nach Ostern, zum Mai hin, will Seydock seine Gastronomie, die in Hattingen hervorragend angenommen wird, eröffnen. „Wir denken sehr positiv, wir freuen uns auch“, so der Geschäftsmann.

M&B bot Alternativen

Zwischenzeitlich hatte sich auch die Wirtschaftsförderung Mülheim & Business (M&B) eingeschaltet, um Seydock alternative Standorte anzudienen. Schloß Styrum sei dabei gewesen, ebenso eine alte Halle am Steinbruch Rauen, die benachbarte Brauerei Ibing und an der Leineweberstraße die Immobilie, die vom Möbelgeschäft von der Linden geräumt wird. Seydock lobt den Einsatz von M&B-Mann Tim Schiebold, Speldorf sei aber der perfekte Ort.

Geplant ist ein Restaurant mit Schauküche für rund 200 Gäste. In eine Gesellschaftsraum sollen Feiern mit 100 (im Sitzen) bis 300 Personen stattfinden. Ein „Kinderparadies“ soll für ein familienfreundliches Angebot sorgen. Seydock will einen Mittagstisch bieten, das Lokal soll ansonsten mittwochs bis sonntags von 17 Uhr an geöffnet sein.