Elektro-Festival startet am Flughafen Essen/Mülheim

Stellten das neue Veranstaltungsformat bei einer Pressekonferenz am Donnerstag vor: (v.l.) Wolfgang Sauerland und Reiner Eismann (Flughafen Essen/Mülheim), Volker Weiss (Pressesprecher), Benjamin Stützel (NEWBEATS Music), Dirk Roosen (Krumm&Schief) und Tobias Becker (Virtual Nights).
Stellten das neue Veranstaltungsformat bei einer Pressekonferenz am Donnerstag vor: (v.l.) Wolfgang Sauerland und Reiner Eismann (Flughafen Essen/Mülheim), Volker Weiss (Pressesprecher), Benjamin Stützel (NEWBEATS Music), Dirk Roosen (Krumm&Schief) und Tobias Becker (Virtual Nights).
Foto: Christoph Wojtyczka / WAZ FotoPo
Veranstaltungen, die auf dem Flughafen Essen/Mülheim stattfinden, stellen in den meisten Fällen den Flugverkehr in den Mittelpunkt. Am 1. September soll dies zum ersten Mal anders sein. Dann stürmt das „FEM-Airport-Festival for Electronic Music“ mit 4000 erwarteten Zuschauern das riesige Areal.

Mülheim. Feiern statt fliegen: Am 1. September checken auf dem Flughafen Essen/Mülheim Fans der elektronischen Musik ein. Dann startet zum ersten Mal das „FEM-Airport-Festival for Electronic Music“, bei dem bis zu 4000 Besucher auf dem Vorfeld 1 erwartet werden. Zum ersten Mal wird der Flughafen dafür komplett gesperrt, der Betrieb einen Tag lang eingestellt.

Das Großereignis soll als festes Festival auf dem 22.000 Quadratmeter großen Gelände etabliert werden – und in den kommenden Jahren auf 7500 Besucher anwachsen. Anwohner rund um Brunshof- und Zeppelinstraße dürfte vor allem eine Nachricht beruhigen: Ab 22 Uhr geht die Musik aus.

Der Wagen des Anstoßes

Zur Pressekonferenz haben die Veranstalter von Flughafen und Newbeats Music in den Hangar 1 geladen. Während sich die Medienvertreter die Wartezeit mit Schnittchen vertreiben, braust ein schwarzer Lexus übers Rollfeld – Rainer Eismann ist da. Er parkt in erster Reihe vor dem Hangar und macht so – ungewollt – auf sich aufmerksam. Wie berichtetet, gönnte sich Eismann den Luxus eines Lexus als Dienstwagen, am Aufsichtsrat vorbei.

Eigentlich hatte sich der Flughafen-Geschäftsführer vorgenommen, nichts mehr zum Thema zu sagen. Doch wer in erster Reihe parkt, hat wohl schon genug gesagt. Vielleicht steigt er deshalb wieder ein und setzt den Wagen des Anstoßes um – auf den Parkplatz hinter dem Hangar. Heute geht es schließlich um ein anderes Thema.

Nationale und Internationale DJs

Die elektronische Musik. „Das ist eine ganz andere Größenordnung“, freut sich Rainer Eismann. Bei den Großveranstaltungen wie den Flugshows, die regelmäßig auf dem Gelände stattfinden, stehe vor allem der Flugverkehr im Mittelpunkt. „Nun ist es das erste Mal, dass der Flugverkehr außen vor steht.“ Am 1. September legen 26 DJ-Acts auf drei Bühnen auf, von 11 bis Punkt 22 Uhr. „Dann drehen wir den Schlüssel rum“, sagt Wolfgang Sauerland, Veranstaltungsmanager des Flughafens. Die Party geht dann im Club Studio Essen weiter.

Auflegen werden DJ-Größen der House- und Elektro-Szene. Headliner sind Sébastien Léger, Brian Sanhaji oder Funk D’Void. Neben internationalen Künstlern sollen aber auch Musiker aus dem Ruhrgebiet an die Mischpulte. Das Duo Krumm&Schief hat eine eigene Hymne zum Festival geschrieben: „Happy“. Ob die Piloten auch so glücklich über das Musikspektakel sind? „Wir versuchen die Belange zu verbinden und Verständnis bei unseren eigentlichen Kunden zu gewinnen“, sagt Eismann. „Die große Fläche bietet sich an für die Vermarktung.“

Kein Camping auf dem Rollfeld

Und solange die Elektrofans nicht auf dem Rollfeld campen, seien durchaus Perspektiven für mehr gegeben. Ohnehin soll das Festival zur festen Größe für Essen, Mülheim und das Ruhrgebiet werden, ähnlich wie der Ruhr Reggae Summer, der seit sechs Jahren am Ruhrstadion stattfindet. „Auch bei dieser Veranstaltung hat es gedauert, bis sie sich etabliert hat.“

Erst 500 Tickets verkauft 

Auch in Mülheim- Raadt sei die Lage für ein solches Festival ideal, findet Veranstalter Benjamin Stützel, Mitgeschäftsführer beim Düsseldorfer Veranstalter Newbeats Music. „Trotz der kurzen Vorlaufzeit und den hohen Sicherheitsauflagen haben wir das Ganze auf die Beine gestellt.“ Die Anbindung an die Autobahn 52, die Parkplätze und vor allem die große Fläche seien ideal.

Bis jetzt sind erst 500 Tickets verkauft, daher hoffen die Veranstalter, dass sich das Fest herumspricht. Nicht nur in der Szene. Alle seien eingeladen, einen Tag lang einzuchecken – und mitzufeiern. Beim zehnstündige Open-Air-Event feiern Besucher von 11 bis 22 Uhr zu elektronischer Musik. Hauptkünstler sind Sébastien Léger oder auch Sidney ­Spaeth, Resident DJ des bekannten Frankfurter Cocoon Clubs.

Shuttlebus fährt im 30-Minuten-Takt

Für die tausenden Festival-Besucher steht ab 10 Uhr der Parkplatz 10 der Messe Essen an der Lilienthalstraße bereit. „Dieser fasst 3000 Plätze und kostet 5 Euro Parkgebühr“, sagt Veranstalter Bejamin Stützel. Ein ­Shuttlebus kutschiert die Partygäste im 30-Minuten-Takt vom Parkplatz bis zum Flughafengelände.

Für die After-Show-Party, die nach 22 Uhr im Club Studio Essen beginnt, werden ebenfalls Shuttle-Busse eingesetzt, die alle 15 Minuten verkehren. Der Eintritt in den Club kostet für Festivalbesucher 10 Euro Eintritt. Tickets für die Veranstaltung kosten 25 Euro im Vorverkauf und sind in allen Vorverkaufsstellen sowie auf der Internetseite des Festivals zu haben: www.fem-festival.de

 
 

EURE FAVORITEN