Einsturzgefahr am Schloß Broich in Mülheim ist gebannt

In den nächsten Tagen werden die Gerüste am Schloß Broich in Mülheim abgebaut. Einsturzgefahr besteht nun nicht mehr.
In den nächsten Tagen werden die Gerüste am Schloß Broich in Mülheim abgebaut. Einsturzgefahr besteht nun nicht mehr.
Foto: WAZ FotoPool
Die Sanierungsarbeiten am Schloß Broich in Mülheim sind vorerst beendet - Einsturzgefahr besteht nicht mehr. Das Gewicht des Gemäuers wird jetzt durch ein Holzkonstrukt gehalten. Bevor weiter saniert werden kann, braucht es einen Prioritätenplan.

Mülheim. Die Einsturzgefahr am Schloß Broich ist gebannt, die Gerüste ums Gemäuer werden in den nächsten Tagen abgebaut. Was bleibt, ist ein Korsett aus Holz, das die Steine in Position halten soll. Damit die „Holzlatten“, wie Heike Blaeser-Metzger für die Schlossherrin MST es nennt, das massive Gewicht des Gemäuers auch wirklich halten können, wurden 600 Kernbohrungen vorgenommen, um das Holz richtig zu verankern wird. Dieses „verbarrikadierte“ Aussehen wird das Broicher Schloß 2011 behalten, denn bevor weiter saniert werden kann, muss ein Prioritätenplan erstellt werden. Das, sagt Bauwerksanierer Dr. Ägidius Strack, wird das gesamte Restjahr in Anspruch nehmen.

100.000 € waren für die „Maßnahme zur Notsicherung“, also das Holzkorsett, geplant; die Rechnung landete just gestern auf dem Schreibtisch Heike Blaeser-Metzgers und sie vermeldet: „Wir sind im Kostenrahmen und sogar darunter beblieben.“

Weitere Bohrungen geplant

Was nun kommt, ist jedoch der weitaus umfangreichere und kostspieligere Teil. Und das macht zunächst weitere Untersuchungen nötig, um, so Dr. Ägidius Strack, herauszufinden, „was konkret zu machen ist“. Hat man dies ermittelt, werden die nötigen Maßnahmen nach ihrer Dringlichkeit sortiert. Nur diese „Priorisierung“, sagt Strack, bringe „belastbare Zahlen“, und erst mit diesen können die nötigen Fördermittel beantragt werden. Dies sind die Aufgaben für 2011.

Für die kommenden Untersuchungen sind die Gerüste nicht nötig, sie werden vorerst wieder abgebaut. Denn, sagt Heike Blaeser-Metzger, ein Jahr lang unnütz Gerüste zu mieten, „ist viel zu teuer“. Nun gilt es das Gemäuer zu untersuchen, undichte Stellen zu prüfen, weitere Bohrungen vorzunehmen. Denn aktuell ist laut Dr. Ägidius Strack nur eines klar: „Besser wird’s nicht mehr, es sei denn, wir tun was.“

 
 

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