Ein Sockel fürs Petrikirchenhaus

Die große Baugrube vor der Petrikirche ist augenfällig..
Die große Baugrube vor der Petrikirche ist augenfällig..
Foto: WAZ FotoPool
Nächster Schritt des Bauvorhabens in der Mülheimer Alstadt: Ein Fundament auf Betonsäulen. Eine große Baugrube entstand vor der Petrikirche, die Mauer wurde bereits teils entfernt. Die geplanten Baukosten liegen bei zwei Millionen Euro.

Mülheim.. Ein Teil der Mauer an der Petrikirche ist verschwunden und die bis an den Handlauf am Torbogen der Mausefalle ausgehobene Baugrube macht die Dimensionen des Bauprojektes deutlich: Hier soll einmal das Petrikirchenhaus entstehen. „Ja das ist schon ein großes Loch“, sagt Ulrich Turck, „aber wir wollen dort ein Ensemble, ein Gebäude reinsetzen“, sagt der Unternehmer und einer der Initiatoren des Projektes. Über drei Etagen soll das Petrikirchenhaus in Anlehnung an die historische Bebauung des einstigen Kirchenrings entstehen.

Früher hätten an dieser Stelle vier Häuser gestanden, so Turck: „Und so wird das Gebäude auf der Fläche dieser vier Häuser gebaut – das ist eine Auflage der Stadt gewesen“. Mit dem Ziel, das ursprüngliche, komplette Ensemble wieder zu bebauen. Wo jetzt der Handlauf sei, habe sich früher die Gaststätte „Ührchen“ bis zur Mausefalle angeschlossen.

Fundament kann gelegt werden

Gebuddelt wurde in den vergangenen Monaten an den Versorgungsleitungen für Wasser, Strom und Schächte. Nun ist das Grundstück soweit vorbereitet, um das Fundament zu legen. „Im nächsten Schritt wird das Fundament auf Beton-Säulen gesellt, die in die Erde gebracht werden.“ Dafür müssten Löcher gebohrt und mit Beton verfüllt werden, worauf das Fundament ruhe und drei Etagen entstehen. Einziehen soll ganz oben die Singschule, „die bekommt am meisten Platz“, eine Etage erhält der Freundeskreis Las Torres und eine weitere sei für Gemeindearbeit vorgesehen.

[kein Linktext vorhanden] Seit ca. sechs Jahren ist das Petrikirchenhaus in Planung, Anfang des Jahres ging es in die konkrete Phase, Bäume wurden gefällt, ein Stück Mauer musste weg. Was bislang zu leichten Verzögerungen führte. „Die Mauer, die dort nach dem Krieg in Zement errichtet wurde, musste in mühsamer Handarbeit und mit dem Bagger entfernt werden, sodass wir jetzt sicherlich einen Monat in Verzug sind.“

Zwei Millionen Euro veranschlagt

Veranschlagte Baukosten: rund zwei Mio Euro. „Das ist die Größenordnung, von der wir gesprochen haben und da sind wir noch drin“, sagt Turck. Geplante Fertigstellung: Sommer bis Frühherbst 2015. Um das Petrikirchenhaus finanziell zu stemmen, wurde eine Stiftung ins Leben gerufen, an der Turck, aber auch andere Privatpersonen, große und kleine Sponsoren beteiligt sind.

Im Vorfeld hatte es Kritik am Bauvorhaben gegeben, u.a. wegen der Größe des geplanten Projektes, der Enge an dieser Stelle und weil der Blick von der Altstadt auf die Kirche versperrt wird. Schließlich gab es aus der Politik grünes Licht und das Projekt ging den Weg durch die Planungsinstanzen. Um die Gegner sei es ruhig geworden, sagt Turck: „Es gibt sicherlich die einen, die das gut finden und andere, die das weniger gut finden.“ Wenn man an einer solch sensiblen Stelle etwas errichten wolle, dann dürfe man sich von Gegenwind nicht überraschen lassen.

 
 

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