Ein Einkaufscenter im Wandel

Volles Haus bei der Eröffnung im Jahr 1994: Damals wurde das City Center mit 270 Mio. DM umgebaut.
Volles Haus bei der Eröffnung im Jahr 1994: Damals wurde das City Center mit 270 Mio. DM umgebaut.
Foto: Forum
Seit Mittwoch feiert das Forum seinen 20. Geburtstag mit vielen Aktionen. Zur Feier hat das Center auch seine Freunde aus der Innenstadt eingeladen - gemeinsam laden sie zum verkaufsoffenen Sonntag. Investitionen seien nötig, um Mieter akquirieren zu können - und damit jüngere Kunden zu gewinnen.

Mülheim. Ein Einkaufszentrum muss stets jung bleiben, um mithalten zu können – denn der Handel entwickelt sich schnell. Das Rhein Ruhr Zentrum etwa siedelt bereits seit einiger Zeit neue Geschäfte an, verjüngt sein Image mit frischen Marken. Auch das Forum ist diesen Weg vor drei Jahren gegangen. Es investierte rund 25 Mio. Euro, um sich ein neuerliches Facelifting zu gönnen. „Das war dringend erforderlich und hat sich gelohnt“, sagt Forum-Manager Wolfgang Pins. In dieser Woche feiert das Haus seinen 20. Geburtstag unter aktuellem Namen mit vielen Aktionen. Eingeladen hat das Geburtstagskind auch seine Freunde aus der Innenstadt.

Es soll ein „Zeichen des Zusammenhalts“ sein, sagt Wolfgang Pins. Gemeinsam mit der Werbegemeinschaft Innenstadt hat das Forum in einer Auflage von 135.000 Stück ein Gutscheinheft mit Rabatten herausgebracht. Am Sonntag soll die fünftägige Geburtstagssause ihren Höhepunkt im gemeinsamen verkaufsoffenen Sonntag finden. Bis dahin lockt das Haus mit vielen Sonderaktionen: Models präsentieren Mode auf dem Laufsteg, aus Luftballons platzen Gutscheine und der virtuelle einarmige Bandit spuckt Wertcoupons für die Besucher aus. Dazu gibt’s Showtänze, Kinderschminken oder Taekwondo-Vorführungen – eine Tüte Buntes.

Mehr junge Menschen binden

Das zieht natürlich kurzfristig Publikum an. Langfristig sollen aber mehr junge Menschen an das Center gebunden werden, soll das Publikum nicht nur durchlaufen, sondern zum Kaufen animiert werden. Von den 12 Millionen Besuchern im Jahr lässt nämlich nicht jeder im Forum Geld. Mehr Bänke zum Verweilen wurden daher beim Umbau geschaffen, die Aufenthaltsqualität gesteigert. „Das hat unsere Umsätze um 10 Prozent hochgehen lassen“, sagt Pins.

Um sich auf die schnellen Entwicklungen – auch in Bezug auf den Online-Handel – einzustellen, befinde sich ein Einkaufszentrum im steten Wandel. Die Geschäfte wurden nach dem Umbau rege ausgetauscht, um „den Mietermix zu optimieren“. Denn: „Wir sind immer auf der Suche nach neuen, erfolgreichen Konzepten.“ TK Maxx oder das neue Fitnessstudio A.I. Fitness im Obergeschoss des Hauses seien Neuansiedlungen, mit denen junge Kunden gewonnen werden könnten. Auch um die Damenmode-Kette „Calzedonia“, die bald im Erdgeschoss eröffnet, habe man sich bemüht. „Um solche Magnete zu schaffen, müssen wir investieren und modernisieren.“ 200 von 54.000 Quadratmetern stehen derzeit im Forum leer – eine gute Quote, findet Wolfgang Pins. Von Ruhrbania und der Hochschule erhofft sich der Centermanager jedoch mehr Kundenzulauf. „Jede Ansiedlung in der Innenstadt ist gut für uns.“ Ein Zeichen des Zusammenhalts kann da nur von Vorteil sein.

 
 

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