Drei Städte, eine VHS?

Wie und wo soll künftig Volkshochschule stattfinden?

SPD und CDU haben bereits vor über einem Jahr im Zuge der möglichen Einsparungen die Forderung an die Stadtverwaltung erhoben: Legt uns mal ein Konzept vor! Das gibt es noch nicht, statt dessen geistern immer wieder mal horrende Zahlen durch die Stadt, wie viele Millionen die Sanierung der VHS an der Bergstraße kosten könnte. Von den Schätzungen hält Bildungsdezernent Ulrich Ernst wenig, viel aber von einer interkommunalen Zusammenarbeit der Volkshochschulen.“ Wir stecken in Abstimmungen mit den Städten Essen und Duisburg“, sagt er, rechnet jedoch mit keiner kurzfristigen Entscheidung. Wohl ist er sehr hoffnungsvoll, was eine Zusammenarbeit angeht. Auch personelle Entscheidungen spielen dabei eine Rolle. So soll die Leitungsstelle der Mülheimer VHS vorerst nicht besetzt werden, bis ein Konzept für eine Städte übergreifende VHS vorliege.

In der Politik heißt es: Die VHS oder auch die Bibliotheken könnten gute Vorreiter für mehr Zusammenarbeit zwischen den Städten sein. „Eine zentrale VHS, und das alle zehn Kilometer, hat sich im Zeitalter des Internets überlebt“, sagt Peter Beitz (FDP). Er würde keine Millionen mehr in die VHS neben dem Schloss investieren. Die SPD will die Verwaltung nicht drängen: „Es ist keine Gefahr im Verzug“, sagt Claus Schindler und hält letztlich einen Erfolg mit den Nachbarkommunen für wichtiger als Tempo. Er betont auch: Interkommunale Zusammenarbeit bedeutet keineswegs, dass Menschen vor die Tür gesetzt werden.“ Für die CDU geht es auch ums Sparen: An der VHS, so Hansgeorg Schiemer, könne sich zeigen, wie effizient Sparbemühungen der Politik umgesetzt würden.

 

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