Mülheim

Diese Viertel kannst du dir im Revier mit dem Mindestlohn problemlos leisten – und diese nicht

Die Aktienstraße in Mülheim. Wenn nur den Mindestlohn bekommt, kann sich hier nur selten eine Wohnung leisten.
Die Aktienstraße in Mülheim. Wenn nur den Mindestlohn bekommt, kann sich hier nur selten eine Wohnung leisten.
Foto: Oliver Müller / FUNKE Foto Services  
  • Der Mindestlohn soll allen arbeitenden Menschen genug Geld zum Leben garantieren
  • Doch reicht das wirklich?
  • Wir haben ausgerechnet, welche Wohngegenden man sich im Revier leisten kann

Mülheim. Was kannst du dir vom Mindestlohn leisten und was nicht? Seit dem 1. Januar 2017 müssen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern mindestens 8,84 Euro pro Stunde zahlen. Wir haben für dich recherchiert, welche Wohnung Menschen im Revier sich vom Mindestlohn leisten können.

Dabei sind wir von einem Arbeitnehmer ausgegangen, der eine 40-Stunden-Woche hat und 20 Arbeitstage im Monat. Damit würde das monatliche Bruttoeinkommen bei 1414,40 Euro liegen.

So viel verdient ein Zwei-Personen Haushalt mit Mindestlohn

Da in NRW durchschnittlich 1,9 Menschen in einem Haushalt leben, gehen wir für das Beispiel davon aus, dass beide den Mindestlohn verdienen und nicht verheiratet sind. Das Bruttohaushaltseinkommen liegt damit bei 2818,80 Euro.

Die Mietkarte für das Revier. Hier kannst du detailliert sehen, was man sich vom Mindestlohn leisten kann -->

Netto würde der Haushalt dann 2104,24 Euro pro Monat verdienen. Außerdem sollte nicht mehr als ein Drittel des Einkommens für Miete gezahlt werden.

Mit dem Mindestlohn sind viele Gegenden teuer

Zum Vergleich: Das durchschnittliche Nettoeinkommen eines Haushalts liegt in NRW bei 2658 Euro. In den meisten Gegenden des Ruhrgebiets kannst du dir deshalb vom Mindestlohn immerhin eine Wohnung mit 75 Quadratmetern leisten.

In einigen Städten wirst du allerdings Probleme bekommen. Selbst in günstigeren Gegenden wie Essen-Frohnhausen müsstest du teilweise mehr als ein Drittel deines Einkommens für die Miete ausgeben.

Eine Drei-Zimmer-Wohnung ist schnell zu teuer

Ganz schwierig wird es, wenn du eine Drei-Zimmer-Wohnung haben willst. Dann musst du auf jeden Fall tief in die Tasche greifen. Teurere Gegenden sind nicht mehr drin.

Im Bochumer Stadtteil Linden etwa müsstest du dann fast die Hälfte deines Einkommens für Miete ausgeben. Pro Quadratmeter zahlst du hier im Schnitt 7,23 Euro.

Für Bewohner anderer NRW-Städte ist der Mindestlohn zu niedrig

Doch im Revier gibt es immerhin Möglichkeiten. Andere Großstädte in NRW wären mit dem Mindestlohn schlicht unbezahlbar. In Teilen von Köln, Düsseldorf oder Münster liegt die durchschnittliche Kaltmiete bei mehr als 10 Euro.

Wenn du detailliert sehen willst, welche Stadt mit dem Mindestlohn bezahlbar ist, guck einfach auf unsere große Mietkarte für NRW.

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