Kaufhof-Umfahrung in der Mülheimer City ab Montag gesperrt

Ab Montag, 7. November 2016, werden Schollen- und Ruhrstraße für zwei Jahre zu Sackgassen. Von links: Ralf Schmitz und Petra Hoffmann und Roland Jansen, Abteilungsleitung Verkehrs- und Straßenplanung.
Ab Montag, 7. November 2016, werden Schollen- und Ruhrstraße für zwei Jahre zu Sackgassen. Von links: Ralf Schmitz und Petra Hoffmann und Roland Jansen, Abteilungsleitung Verkehrs- und Straßenplanung.
Foto: Walter Schernstein / Archiv
  • Ab Montag werden Schollen- und Ruhrstraße für zwei Jahre zu Sackgassen
  • Erreichbarkeit der Wohnungen am Stadtbad, des Rathauses und der Gastronomie gesichert
  • Künftig sind zwei Fahrzeuge mit hydraulischen Zangen parallel im Einsatz

Mülheim. Die Abrissarbeiten am ehemaligen Kaufhofareal gehen jetzt in eine neue Phase. Bereits in der Nacht zu Donnerstag wurde ein weiterer Bagger erwartet, der mit einer hydraulischen Schere ausgestattet wird, so dass an zwei Stellen parallel der Abriss vorangetrieben werden kann. Dafür brauchen die beiden Unternehmen Heermann und Lukassen mehr Platz, so dass die Durchfahrt über die Schollen- und die Ruhrstraße nicht mehr möglich sein wird. Beide Straße werden zu Sackgassen. Die Parkplätze am ehemaligen Stadtbad sind aber ebenso erreichbar wie die am Rathaus und auch die Anlieferung der Gastronomien ist möglich.

Dies versicherte Stadtsprecher Volker Wiebels bereits vor einigen Wochen. Heute werden zunächst die Umleitungsschilder aufgestellt, die die Verkehrsteilnehmer auf die Änderungen hinweist. Am Montag werden dann die Sackgassen eingerichtet. Für diejenigen, die die Innenstadt nur durchqueren wollen, ist es relativ einfach. Die Umleitungsschilder weisen sie (siehe Grafik) über die Schloßbrücke, die Bergstraße und die Konrad-Adenauer-Brücke Richtung Norden oder zurück. Für diejenigen, die ein innerstädtisches Ziel ansteuern wollen, wird es komplizierter und die Fahrt ist möglicherweise mit größeren Umweg verbunden.

Gut 6600 Autofahrer werden sich in den nächsten zwei Jahren umorientieren müssen, denn so lange wird die Sperrung aller Voraussicht nach dauern. Das ist eine ganze Menge. „Wenn ein Mensch am Steuer eines Autos sitzt, dann reagiert er sehr sensibel“, weiß Volker Wiebels und er geht davon aus, dass in den ersten Tagen einige Autofahrer in die Sackgassen einbiegen, ob denn die Durchfahrt tatsächlich nicht möglich ist. Es dürfte also in den nächsten Tagen rund um den Kaufhof zu stärkeren Verkehrsbehinderungen kommen. Hier knubbelte es sich bereits in den vergangenen Wochen, wenn Lastwagen der Abrissunternehmen rangieren mussten.

Für die weggefallenen Parkplätze rund um den Kaufhof, hat die Stadt bereits vor einigen Wochen an der Ruhrstraße vor dem Gesundheitshaus 70 Ersatzparkplätze geschaffen, die bewirtschaftet und sehr gut genutzt werden.

Die Abrissarbeiten am Parkhaus kommen gut voran und werden von zahlreichen Interessierten beobachtet und fotografiert. Oberbürgermeister Ulrich Scholten freut sich über völlig neue Blicke. Inzwischen könne er das Gebäude der ehemalige Dresdner Bank sehen, erzählte er dieser Tage. Leider gehen die Abrissarbeiten mit Belastungen einher, Lärm und Schmutz zählen neben den Verkehrsproblemen auch dazu.

>> INFO: Was künftig auf dem Kaufhof-Areal geplant ist

AIP und MWB planen auf dem Areal den Bau von zwei Gebäuden und investieren dafür rund 68 Millionen Euro. Bis Frühjahr 2019 soll dort ein Mix aus Büro, Wohnen, Handel, Fitness, Gastronomie und Dienstleistungen entstehen.

Ein weiteres Hotel zählt zum Stadtquartier. 35.000 Quadratmeter Fläche sind zu über 80 Prozent vergeben.

 
 

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