Der Stadthafen – ein neuer Ankerpunkt in Mülheim

Trotz Regens kamen zahlreiche Besucher ans Ruhrufer, um gemeinsam zu feiern.
Trotz Regens kamen zahlreiche Besucher ans Ruhrufer, um gemeinsam zu feiern.
Foto: Fabian Strauch / WAZ FotoPool
Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld eröffnete die Promenade und den kleinen Hafen. Trotz Regens war das Fest gut besucht – tausende Gäste kamen in die Innenstadt, um gemeinsam zu tanzen, zu singen und zu spielen.

Mülheim.. Dort, wo früher einfach Schluss war, ist jetzt ein neuer Ankerpunkt für das städtische Leben entstanden. Gestern wurden die neue Ruhrpromenade und der kleine Stadthafen feierlich eingeweiht. Trotz des durchwachsenen Wetters waren tausende Mülheimer und Gäste aus umliegenden Städten zur großen Feier gekommen.

Nach der offiziellen Eröffnung durch OB Dagmar Mühlenfeld, die von einer Schiffsparade begleitet wurde, erwartete die Besucher ein Musikmarathon. Neben dem Shanty-Chor „Kormoran“ oder „FKK“ sorgten viele weitere Bands für gute Stimmung, die auch die Regentropfen nicht verderben konnten. „Es gibt kein schlechtes Wetter - nur die falsche Kleidung“, findet Eva Lohmann, die mit ihren drei Kindern in Regenmänteln über die Ruhrpromenade spaziert. Die Duisburgerin findet den Hafen und die Flaniermeile sehr gelungen. „So etwas hätte es in einer Stadt wie Mülheim schon viel früher geben müssen. Ich kann der Stadt nur gratulieren.“

Belastungsprobe für die Gastronomie

Selten war die Innenstadt so gut gefüllt. Neben dem Promenadenfest fand in der City noch der verkaufsoffene Sonntag, der Tag des Mülheimer Sports und „Die City spielt“ statt. Über 30 Sportvereine präsentierten sich und ihr Freizeitangebot auf der Schloßstraße und luden zum Ausprobieren und Mitmachen ein. Auch der im Vorfeld diskutierte Wahlkampf hatte sich in die Innenstadt verlagert – aber auch dort nur sehr dezent und zurückhaltend.

Beim Veranstalter, der Mülheimer Stadtmarketing (MST), ist man erleichtert, dass alles gut geklappt hat: „Trotz Sturmwarnung gab es keine Pannen“, sagt Heike Blaeser-Metzger von der MST. „Auch dank der rund 1000 Helfer, die daran mitgewirkt haben.“ Ob es nun regelmäßig ein Promenadenfest geben könnte, sei in der Überlegung, hänge aber von vielen Faktoren – etwa dem Etat – ab, so Blaeser-Metzger. Als mögliche Veranstaltungsfläche werde der Platz aber berücksichtigt, Konzepte erarbeitet.

Eine wahre Belastungsprobe war das Promenadenfest für die umliegende Gastronomie. Speziell während der Regenschauer füllten sich die Lokale mit einem Schwung und waren bis auf den letzten Platz besetzt. Den wohl ungemütlichsten Job hatten die Meerjungfrauen, die sich mit Matrosen, Käpt`n Blaubär und Hein Blöd trotz niedriger Temperaturen eher spärlich bekleidet unter das Publikum auf der Promenade mischten. Zum Abschluss des Mülheimer Hafenfestes sollte es abends noch eine farbenfrohe Feuer- und Wasser-Show geben. Nun können die ersten Boote im neuen Stadthafen anlegen.

 
 

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