Der Mülheimer Kirchenhügel wird komplett neu geordnet

Der Kirchenhügel wird in den nächsten 30 Wochen umgebaut
Der Kirchenhügel wird in den nächsten 30 Wochen umgebaut
Foto: WAZ FotoPool

Mülheim.. Dort, wo einst alles begann, wo sich die Keimzelle der Stadt befindet, wo es den ersten Marktplatz gab, baut die Stadt um. Der Kirchenhügel soll dabei nicht nur attraktiver werden, zum Aufenthalt einladen – auf dem Hügel setzen die Verkehrsplaner auch einen lag gehegten Plan um: Shared Space, was so viel heißt wie „gemeinsam genutzter Raum“.

Fußgänger, Rollstuhlfahrer, Radfahrer, Autofahrer – sie alle werden künftig gleichberechtigt sein. Knapp 800.000 Euro lässt sich die Kommune die Neuordnung zwischen den Kirchen kosten. Die Arbeiten haben begonnen.

Keine baulichen Trennungen

„Wir wollen bis Ende August den ersten Bauabschnitt von der Bogenstraße bis zur Pastor-Jakob-Straße realisiert haben“, sagt Andreas Pape, Abteilungsleiter Straßenbau. Danach werde man sich dem Abschnitt bis zur Kaiserstraße nähern, einschließlich der Treppenanlage, die in eine großzügige Freitreppe umgewandelt werden soll und damit das Entree in die Altstadt optisch deutlich verbessere.

Weil alle Verkehrsteilnehmer in dem verkehrsberuhigten Bereich gleichberechtigt sein sollen, wird es keine baulichen Trennungen mehr zwischen Fahrbahnen und Gehwegen geben. Lediglich optische Unterschiede in der Pflasterung signalisieren, wer sich wo aufhalten kann. Vor fast sechs Jahren hatte die Stadt damit begonnen, jenes Konzept „Shared Space“ mit Planern, Bürgern, Anliegern und Kaufleuten zu diskutieren.

Eigentlicher Bau beginnt im nächsten Jahr

Ein gutes halbes Jahr ist für die Umsetzung nun eingeplant, „wobei wir das Areal, auf dem das Petrikirchenhaus entstehen wird, aussparen“, betont Pape. Mit dem Bau des Petrikirchenhauses, das nach historischem Vorbild in Höhe der Kirche errichtet wird und ein Sponsorengeschenk an die Gemeinde ist, wird voraussichtlich Ende des Jahres begonnen, wie der Unternehmer und Spender Ulrich Turck erklärt. Es werden vorbereitende Baumaßnahmen sein, der eigentliche Bau erfolgt im nächsten Jahr.

Bei der Umgestaltung des Kirchenhügels orientiert sich die Stadt an der Geschichte. So soll etwa unterhalb der Petrikirche mit dunklem Naturstein gepflastert werde. Zur Beleuchtung will man „historisierende Altstadtleuchten“ aufstellen. Jene Altstadtleuchten werden auch vor der Marienkirche stehen, ebenfalls soll die Kirchenfassade lichttechnisch hervorgehoben werden.

Schmalkronige Säuleneichen pflanzt die Stadt vor dem Kirchturm. Mehr Grün ist auch zwischen Jugendheim und katholischem Stadthaus vorgesehen: Ein Baumtor aus Zieräpfeln soll den Übergang markieren. Ein großes Pflanzbeet ist vorgesehen und ein großkroniger Schnurbaum – all das, so Pape, diene mit dazu, die Aufenthaltsqualität zu heben.

 
 

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