Mülheim

In Mülheim tauchen zurzeit immer wieder Giftköder auf: Das kannst du tun, wenn dein Hund einen gefressen hat

Ein Hund wird beim Tierarzt untersucht. (Symbolbild)
Ein Hund wird beim Tierarzt untersucht. (Symbolbild)
Foto: imago/Science Photo Library
  • In Mülheim werden aktuell immer wieder Giftköder gefunden
  • Sie sind wahrscheinlich für Hunde bestimmt
  • Eine Tierärztin erklärt, was du im Notfall machen musst

Mülheim. Wenn Hunde mit Bauch-Beschwerden zu ihr gebracht werden, dann würde Dr. Andrea Heckler die Tiere in diesen Tagen erst einmal röntgen.

Denn in Mülheim legen Unbekannte immer wieder Giftköder aus.

Aber: Es könnten auch Köder mit Rasierklingen oder Nägeln sein, die der Hund gefressen haben könnte.

Bei Gift sofort zum Tierarzt und das Gift mitbringen

Ein Mittel, das den Hund dann zum Erbrechen bringt, kann dem Hund dann sogar schaden: Denn wenn er scharfe Klingen oder Metallteile wieder ausspuckt, kann ihn das noch stärker verletzen.

Zwei Hunde sind derzeit mit möglichen Gift-Symptomen in ihrer Tierarztpraxis Alte Feuerwache in Mülheim in Behandlung.

Ob es wirklich Gift ist, was die Beschwerden verursacht hat, sei noch nicht ganz klar, sagt sie.

Ausschlussverfahren statt TV-Methoden

„Es ist eben nicht wie im Fernsehen bei Navy CIS, dass man eine Probe nimmt und sofort weiß, dass es Gift ist.“

Vielmehr sei es ein Ausschlussverfahren, wobei die Anzeichen beim Tier sehr unterschiedlich sein können.

Beim Spaziergang aufmerksam sein

Die Symptome reichen von Sabbern oder Erbrechen über Krampfanfälle bis hin zu Blutungen im Urin, die oft durch Rattengift verursacht werden.

Es gebe viele Gifte, die man nicht so einfach erkennen könne. Deshalb sei es unglaublich wichtig, dass man beim Spaziergang mit dem Hund sehr aufmerksam ist und beobachtet, ob das Tier etwas frisst.

Im Fall der Fälle solle man sofort zum Tierarzt gehen und die Reste dessen mitbringen, was der Hund gefressen hat.

„Das ist mir dermaßen fremd“

Das würde die Diagnose oft begünstigen, sagt Andrea Heckler. Beim Tierarzt gebe es dann auch nicht eben die eine Spritze, die das Tier dann heile, sondern eine unterstützende Therapie, sagt sie.

Sie kann nicht verstehen, warum jemand einem Tier absichtlich schaden will. „Ich kann nicht sagen, was dahintersteckt, das ist mir dermaßen fremd. Ich glaube, diese Menschen hassen beide. Mensch und Tier.“

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