Das freie Netz in der Mülheimer City wird immer dichter

Sebastian Sasse
Der Router wird an Sparkassen-Zentrale angebracht.
Der Router wird an Sparkassen-Zentrale angebracht.
Foto: Andreas Köhring
Auf der Sparkassen-Zentrale brachten die Mülheimer Freifunker jetzt einen Router an. Auch aus den Stadtteilen gibt es inzwischen Anfragen.

Mülheim. Das Freifunk-Netz in der Innenstadt ist noch dichter geworden: Nun ist auch die Sparkassen-Zentrale am Berliner Platz zum Knotenpunkt für die City geworden. Direkt unter dem roten S, das sich auf der Hauptfiliale dreht, haben die Freifunker einen Router angebracht. „Für die Versorgung vor Ort ein weiterer Meilenstein“, so Yaroslav Dimont von der Initiative.

Mit den anderen Knotenpunkten, dem Technischem und Historischem Rathaus, Evangelischem Krankenhaus und dem Petrikirchenturm sei die City nun mit solchen Richtungsroutern gut ausgestattet. Auch viele Einzelhändler haben mittlerweile Router an ihren Geschäften angebracht. „Es sind so um die 30. Darunter sind auch Büros, Kanzleien oder Praxen“, erläutert Dimont. Und auch aus den Stadtteilen gibt es Anfragen. Gespräche hätten mit den Werbegemeinschaften in Heißen, Saarn und Dümpten stattgefunden.

Auch andere Institutionen kommen auf die Freifunker zu, um mit ihnen eine Kooperation einzugehen. Die Evangelische Kirche in Styrum will ihre Turmspitze genauso zur Verfügung stellen wie auch die Besucher der Feldmann-Stiftung nun auf freies W-Lan zurückgreifen können. Die Skepsis sei deutlich gewichen, so Dimonts Einschätzung. Das hänge vor allem auch damit zusammen, dass zu den Partnern der Freifunker eben auch die Stadt, das EKM oder nun auch die Sparkasse gehören.

Allesamt Beispiele, die die Seriosität des Projektes untermauern .„Zu Beginn mussten wir noch viel Überzeugungskraft leisten. Mittlerweile kommen viele auf uns von alleine zu.“

Gleichwohl können nicht alle Anfragen sofort bearbeitet werden. Die Freifunker engagieren sich schließlich ehrenamtlich. Und die Gruppe ist nur acht Mann stark. „Wir suchen immer nach neuen Mitstreitern“, sagt Dimont. Freilich hat die geringe Größe auch Vorteile: kurze Wege. Es kann schnell reagiert werden. „Jeder hat einen festen Aufgabenbereich. So haben wir zum Beispiel einen Flüchtlingsbeauftragten“, berichtet er. Auch die Flüchtlingsunterkünfte am Kirmesplatz wie an der Holzstraße sind mit freiem W-Lan ausgestattet worden.

Die Sparkasse will ebenfalls ihr W-Lan-Angebot noch ausbauen. Auch in der Kundenhalle am Berliner Platz soll noch ein Router angebracht werden. Der vom Dach dringt nämlich nicht bis unten durch, der Marmor ist zu dick.