Mülheim

Coronavirus: Mülheimerin mitten im blanken Horror in Italien – „Es ist ein Alptraum“

Damit das Coronavirus in Mülheim nicht anrichtet, was es in Bergamo tat, appelliert Claudia Papalino an die Menschen in ihrer Heimat.
Damit das Coronavirus in Mülheim nicht anrichtet, was es in Bergamo tat, appelliert Claudia Papalino an die Menschen in ihrer Heimat.
Foto: imago images, Collage: DER WESTEN

Mülheim. Das Coronavirus hat Deutschland regelrecht überfallen. Noch schlimmer als bei uns sieht es aber weiterhin in Italien aus. Dort sind inzwischen sogar mehr Menschen an den Folgen des Coronavirus verstorben als in China, von wo aus die Pandemie um die Welt ging.

Claudia Papalino erlebt die Katastrophe in Italien live. Die Mülheimerin lebt derzeit in Italien und berichtet von Horror-Zuständen. In Bergamo fuhr die Armee zuletzt in einer Kolonne hunderte Tote in eine andere Region – denn die Friedhöfe und Krematorien sind in der extrem vom Coronavirus betroffenen Lombardei völlig überlastet.

Coronavirus: Mülheimerin berichtet von dramatischen Zuständen in Italien

Die grausigen Bilder der Todes-Kolonne nahm Claudia Papalino zum Anlass, einen dramatischen Aufruf in ihre Heimat Mülheim zu senden. Dort sind (Stand Donnerstag, 9.55 Uhr) 30 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, darüber hinaus gibt es 270 Menschen, die unter Corona-Verdacht in Quarantäne sind.

Papalinos Facebook-Beitrag sorgt für eine Menge Aufsehen.

Dort schreibt sie: „Ich wohne in Italien und ihr kennt sicherlich die Lage hier. Bergamo ist gezwungen, die Leichen zur Einäscherung außerhalb der Region zu schicken. Eine beeindruckende Kolonne von Militärfahrzeugen hat gestern Abend das Herz von Bergamo überquert, vom Friedhof bis zur Autobahn.“

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Claudia Papalino mit Appell an die Mülheimer

Dann folgt das dringende Anliegen der Mülheimerin: „Für diejenigen, die immer noch sagen ‚das ist doch nur ´ne Grippe‘: Nein, ist es nicht! Ich bin Mülheimerin, meine Familie lebt noch in Mülheim. Ich weiß wie ‚locker‘ ihr damit umgeht. Aber lasst es euch sagen: Nehmt es nicht auf die leichte Schulter!“

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Papaino bittet die Menschen in ihrer Heimat eindringlich: „Bleibt zu Hause! Eure Kinder gehen nicht zur Schule, das heißt nicht, dass sie Ferien haben und draußen spielen dürfen. Haltet zusammen. Macht keine Hamsterkäufe! Es wird immer Essen und all das Nötige für eure Tagespflege da sein. Glaubt mir, wir hatten hier in Italien nie leere Regale im Supermarkt. HALTET ZUSAMMEN! Nur so kommen wir aus diesem Alptraum raus. Schützt eure Mitmenschen indem ihr Zuhause bleibt!“

 
 

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