Briefmarken werden teurerKritik am Weihnachtmarkt

Mehr Verwirrung war selten: Unter dieser Überschrift berichteten wir vor einem Jahr über die Portoerhöhung der Deutschen Post. Zunächst wurden Erinnerungen wach: Zum Jahreswechsel 2012/2013 war das Porto für den Standardbrief - zum ersten Mal seit 10 Jahren - von 55 auf 58 Cent angehoben worden. 450 Millionen 3 Cent-Marken hatte man extra dafür gedruckt. Diese waren auch in der Mülheimer Hauptpost erhältlich - wenn sie nicht gerade ausverkauft waren. Die Mülheimer standen Schlange, die verkauften Stückzahlen lagen an einem Vormittag an nur einem Schalter zum Teil bei 1500 Marken. Ein Rätsel. Nach dem Jahreswechsel 2013/2014 reichten auch 58 Cent nicht mehr für den Versand eines Standardbriefs. 60 Cent wurden fällig. Was musste also her? 2-Cent-Briefmarken, um die frisch veralteten Marken aus 2013 auch wieder aufzurüsten. Die Post verwies zur Begründung der erneuten Preiserhöhung auf steigende Kosten, zum Beispiel für Gehälter und Energie. Außerdem geht die Zahl der Briefsendungen zurück, da die Menschen häufiger E-Mails oder SMS schreiben.

Alle Jahre wieder.... 10 Jahre ohne Portoerhöhung erscheinen heute regelrecht unwirklich. Die Freude an den glatten 60 Cent währte leider nicht lange: 62 Cent kostet der Standardbrief seit dem 1. Januar. Als Grund nannte die Post deutlich gestiegene Personalkosten und Investitionen in die Logistik. Damit Postkunden ihre vorhandenen Markenbestände aufbrauchen können, gebe es ausreichend 2-Cent-Ergänzungsmarken.

Reichlich Kritik hatte es in den Vorjahren am Mülheimer Weihnachtsmarkt gegeben und obwohl das Konzept für die Innenstadt immer wieder überarbeitet worden war, blieb der Zuspruch der Mülheimer verhalten. Aufwand und Kosten dafür, die Schloßstraße zum Weihnachtsgeschäft attraktiver zu machen, waren gestiegen und die Politik hatte 2013 eine Neuausrichtung gefordert. So bedrängt, zog die MST als Veranstalter andere Konsequenzen, als mancher erwartete. Aus dem Weihnachtsmarkt wurde der - reduzierte - Weihnachtstreff. Vor einem Jahr war das Mülheimer Stadtmarketing mit dem neuen Konzept der drei Standorte zufrieden. „Der Weihnachtstreff, die Schiffsweihnacht und die Broicher Schlossweihnacht ergänzen sich mit weiteren Veranstaltungen in Mülheim zu einer adventlichen Vielfalt, die man andernorts nicht finden dürfte“, zog MST-Prokuristin Heike Blaeser-Metzger eine positive Bilanz. Und MST-Geschäftsführerin Inge Kammerichs stellte fest: „Der Treff wurde von allen Generationen gut angenommen, es war genau der belebte weihnachtliche Mittelpunkt, den wir uns gewünscht hatten.“

Das Konzept bewährte sich auch in diesem Jahr. Der Zuspruch beim Weihnachtstreff auf der Schloßstraße war ähnlich wie in den Vorjahren. Dies bestätigte City-Managerin Gudrun von der Linden. Gerade die Angebote für die jüngeren Marktbesucher wie das KinderAtelier und das Winterkino seien gut angekommen. Ein voller Erfolg für die MST war die Schiffsweihnacht auf der Schleuseninsel. „Die Nachfrage war so groß, dass die Veranstaltung auch durchaus ausgebaut werden könnte“, sagte Jens Weber, Leiter der MST-Veranstaltungsabteilung. Die Broicher Schloßweihnacht ist längst über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und zog an den drei Wochenenden trotz des schlechten Wetters rund 12 000 Besucher an.

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