Bebauungsplan kippt nach fünf Monaten

Broich..  Manchmal schaffen die Ereignisse des Alltags schneller Fakten, als die Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Erklärung: Von der Zustimmung bis zum Versenken des Einleitungsbeschlusses für die Änderung des Bebauungsplanes „Bergstraße/ Am Schloß Broich – Inn 28“ vergehen gerade einmal fünf Monate. Das erfuhren die Mitglieder der Bezirksvertretung 3 auf ihrer Sitzung.

Die schlichte Begründung aus dem Planungsamt lautet: Stadt bekomme keine Sparkassenakademie. Folglich sei der Abriss des Volkshochschulgebäudes und die Neubebauung des Geländes samt einiger Mügaflächen hinfällig geworden. Der eingereichte Architektenentwurf hätte „eine Anpassung der zur Bebauung vorgesehenen Flächen sowie deren Nutzung vorgesehen“.

Weil sich die Trägerversammlung der NRW-Sparkassen sich am 19. Dezember 2014 nicht für Mülheim, sondern für einen Standort in Dortmund-Hörde am Phönixsee entschieden hatte, „ist somit eine Weiterführung des Planverfahrens mit der geplanten Zielsetzung überflüssig“. Die Bezirksvertreter haben nur Anhörungsrecht. Stimmt der Planungsausschuss nächste Woche dem Vorschlag zu, wird der Einleitungsbeschluss vom 16. September 2014 sofort wieder aufgehoben.

Völlig unberührt vom Ende dieses Bebauungsplanverfahrens ist das Anliegen einiger Bürger und Politiker, den VHS-Betonkomplex unter Denkmalschutz stellen zu lassen. Dieses Verfahren kann dagegen lange dauern und den Abriss der Heinrich-Thöne-Volkshochschule hat der Rat noch nicht beschlossen

EURE FAVORITEN