Baustart für den Wohnpark Heimat auf Erden

Die Rodungsarbeiten an der Baustelle Max-Halbach-Straße habenbegonnen. Hier sollen Eigentumswohnungen statt ursprünglich geplanter Altenwohnungen entstehen.
Die Rodungsarbeiten an der Baustelle Max-Halbach-Straße habenbegonnen. Hier sollen Eigentumswohnungen statt ursprünglich geplanter Altenwohnungen entstehen.
Foto: Oliver Mueller
  • Auf der Heimaterde haben die Bauarbeiten für ein neues Wohnprojekt begonnen
  • 55 Eigentumswohnungen entstehen in zweigeschossigen Baukörpern
  • Wenn das Wetter günstig bleibt, können vor Weihnachten 2017 die ersten Bewohner einziehen

Mülheim.  Auf der Heimaterde haben jetzt die Arbeiten für ein Neubauprojekt begonnen. Bagger, Kettensägen und Schredder sind im Einsatz, um auf dem grünen Dreieck – wie Nachbarn diesen Bereich nennen – zwischen Max-Halbach-, Felacker- und Schwarzenbergstraße rund 50 Bäume zu fällen und neue Wohnungen zu errichten. Dort entsteht der „Wohnpark Heimat auf Erden“. Wenn das Wetter günstig bleibt, können vor Weihnachten 2017 die ersten Käufer und Mieter einziehen.

Drei Baukörper auf einer Tiefgarage

Für den neuen Wohnpark sind umfangreiche Ausschachtungen und Erdarbeiten erforderlich, weil die drei Baukörper auf einer Tiefgarage stehen werden. Die große Garage ist Bestandteil der Baugenehmigung. Von den Kellerstellplätzen führen Aufzüge direkt auf die Wohnungsebenen. Sie befinden sich in zweigeschossigen Baukörpern mit insgesamt 55 Eigentumswohnungen. Der Neubaukomplex soll sich, laut Werbung, „in die gewachsene Nachbarschaft und den ruhigen, breiten Straßenzug integrieren“.

„Wir haben bereits zahlreiche Wohnungen verkauft“, sagt Gina Holschbach, Geschäftsführerin bei Engel & Völkers in Saarn. „Eigennutzer und Kapitalanleger gehören zu den Kunden Sie kommen aus Mülheim, aber auch aus den Nachbarstädten“, fügt Holschbach hinzu. „Es ist ein gutes Objekt mit individuellen Ausstattungsmöglichkeiten in attraktiver Lage“, erklärt die Maklerin. Die Heimaterde sei bekannt für hohe Lebensqualität, gute Infrastruktur und Verkehrsanbindungen. Geschäfte des täglichen Bedarfs und die Haarzopfer Mitte seien zu Fuß erreichbar – ebenso Kindergärten, Schulen und Sportplätze.

Nicht alle glücklich mit der Verdichtung

In der Nachbarschaft sind jedoch nicht alle Heimaterdler glücklich mit der „Verdichtung des Innenraums“, wie sie sagen. Viele Diskussionen und Streitdebatten hat es über die Bauabsichten vorher mit Vertretern der städtischen Bauverwaltung gegeben (wir berichteten). Nach wie vor sind einige Heimaterdler der Ansicht, das Neubauprojekt füge sich „überhaupt nicht in die denkmalgeschützte Gartenstadt ein“. Fakt ist jedoch: Die Baugenehmigung für das Vorhaben hat das Bauamt der Stadt im Februar erteilt.

Auch zwei Klagen von Anwohnern beim Verwaltungsgericht sind noch anhängig. Dort sollen Richter und Anwälte klären, „ob das, was dort nun gebaut werden soll, dem ursprünglichen Zweck entspricht. Dort sollten Altenwohnungen entstehen, aber keine teuren Eigentumswohnungen“, hat Anwohner Frank Elberzhagen mehrfach wiederholt.

Klage ist noch nicht ausgefochten

„Die Klage ist noch nicht ausgefochten“, ist auf der Heimaterde zu hören. „Aber die Investoren werden wohl wissen, wie sie das Problem gelöst bekommen, und eine gute Rechtsberatung haben“, heißt es in der Nachbarschaft. Die Unternehmensberatung Christine Radtke, die das Projekt für die Wittener Investorin entwickelt, gibt dazu keine Auskunft – auch nicht die Maklerin für das Projekt.

 
 

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