Bauland am Mühlenfeld: Verfahren nimmt nächste Hürde

Für 600 000 Euro hat die Stadt bereits Hohlräume aus Zeiten des Bergbaus unter der Sportanlage verfüllen lassen.
Für 600 000 Euro hat die Stadt bereits Hohlräume aus Zeiten des Bergbaus unter der Sportanlage verfüllen lassen.
Foto: WAZ FotoPool
Auf dem Areal am Mühlenfeld in Mülheim-Heißen sind 40 Reihen- und Doppelhäuser geplant, dazu zwei Mehrfamilienhäuser und eine Erweiterung der Sporthalle. Die Stadt hat Einwände von Bürgern aufgegriffen und im Bebauungsplan Änderungen vorgenommen.

Mülheim..  Zeitdruck hat die Stadt nicht nur bei der Vermarktung des Sportplatzes vom RSV Heißen an der Rudolf-Harbig-Straße. Eine Vermarktung noch 2015 verlangt die Bezirksregierung mit Blick auf die kritisch beäugte Finanzierung der neuen Heißener Bezirkssportanlage auch für das Sportplatz-Areal am Mühlenfeld. Die Erlöse beider Projekte sind eingeplant für die neue Sportanlage, für die bereits der erste Spatenstich gesetzt ist.

Eine diesbezügliche Vorgabe der Bezirksregierung bestätigte nun Felix Blasch, Abteilungsleiter der städtischen Bauleitplanung. So soll auch das Gelände rund um den Sportplatz Mühlenfeld, Heimstätte vom Turnerbund Heißen, möglichst Mitte nächsten Jahres an einen Investor veräußert werden. Die Bezirksregierung hat – wie an der Rudolf-Harbig-Straße – einen Grundstücksverkauf im Block zur Auflage gemacht, damit Erlöse möglichst zügig verbucht werden können.

Ausschuss gibt grünes Licht

Der Planungsausschuss gab jetzt bei einer Gegenstimme (MBI) und einer Enthaltung (Linke) grünes Licht für eine erneute Offenlage des entsprechenden Bebauungsplans. Die Stadtplaner haben Änderungen an der Planung vorgenommen, nachdem 21 Bürger die ersten Pläne noch einmal kritisch unter die Lupe genommen und ihre Anregungen und Einwände kundgetan hatten.

„Es war gut, sich diese Zeit zu nehmen“, ist Blasch zuversichtlich, mit der Überarbeitung „viele Verbesserungen, gerade im nördlichen Bereich“ des Baugebietes realisiert zu haben. Insgesamt könnten nach jetzigem Stand auf dem Areal zwischen Mühlenfeld, Buggenbeck, Auf der Wegscheid und Hingberg­straße 40 Reihen- und Doppelhäuser entstehen, dazu nördlich der erweiterungsfähigen Sporthalle zwei 20 beziehungsweise 24 Meter breite Mehrfamilienhäuser.

Anwohner-Kritik in die Planung aufgenommen

Ein Mehrfamilienhaus war bei Anliegern an der Hingbergstraße nicht auf Gegenliebe gestoßen, sollte es nach den ersten Plänen doch direkt an die Grenzen ihrer kleinen Gärten heranragen. Die Anlieger beklagten, so in ihrer Privatsphäre gestört zu werden, die Stadt erkannte dies an. Das Mehrfamilienhaus wurde in den Plänen nach Süden versetzt. Ebenso verzichtet die Stadt bei der Erschließung über die Straße „Auf der Wegscheid“ darauf, Bäume zugunsten zusätzlicher Stellplätze zu opfern. Das Stellplatzangebot reiche auch so aus, heißt es. Überdies will die Stadt den als „Angstraum“ bezeichneten Weg vom Mühlenfeld zur Hingbergstraße begradigen und verbreitern. Wenn nun bei der öffentlichen Auslegung der Pläne keine Überraschungen mehr kommen, so Blasch, sei im Mai 2015 mit einem Beschluss zum Bebauungsplan zu rechnen.

 
 

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