Baubeginn der Moschee in Mülheim-Styrum gestoppt

Das Archivbild zeigt die Moschee in Moers, die Rose haben Gegner einer Demonstration rechter Aktivisten mitgebracht. In Mülheim-Styrum setzen sich Anwohner gegen den Bau einer Moschee ein.
Das Archivbild zeigt die Moschee in Moers, die Rose haben Gegner einer Demonstration rechter Aktivisten mitgebracht. In Mülheim-Styrum setzen sich Anwohner gegen den Bau einer Moschee ein.
Foto: Waz FotoPool
Vorbereitende Arbeiten für den Bau der Moschee in Styrum an der Hohen Straße hat die Polizei am Freitagnachmittag zunächst beendet. Sie nahm eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch auf.

Mülheim. Vorbereitende Arbeiten für den Bau der Moschee in Styrum an der Hohen Straße hat die Polizei am Freitagnachmittag zunächst beendet. Sie nahm eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch auf.

Anwohner konnten laut Polizei eine Bescheinigung vorlegen, wonach das Betreten und das Nutzen zumindest eines Teils des Gartens nicht gestattet ist. Dabei soll es sich um eine gerichtliche Eilentscheidung handeln, wie es von Seiten der Kritiker des Moscheebaus heißt.

Der Kulturverein hat schon vor über einem Jahr die Baugenehmigung für dieser Bauprojekt von der Stadt erhalten. Diese Genehmigung wird aber immer „unbeschadet Lasten Dritter“ erteilt, wie Planungsamtsleiter Jürgen Liebich betont. Ob im Grundbuch irgendwelche Einschränkungen eingetragen sind, müsse der Eigentümer überprüfen. Wenn ein Eigentümer dies versäumt, ist es sein Risiko.

Der Verein, der unter Raumnot leidet, hatte der Verwaltung angezeigt, dass er am Dienstag mit dem Bau beginnen und gestern schon mal einen Bagger auf die Baustelle gebracht. Die Kritiker hatten neben der Verfahrensweise vor allem die geringe Anzahl der Stellplätze kritisiert und befürchten Verkehrsprobleme. 18 Plätze wurden auf dem Grundstück nachgewiesen. Deshalb hatten Nachbarn vor dem Verwaltungsgericht gegen die Stadt geklagt, die dazu bereits Stellung genommen hatte. Eine Verhandlung oder ein Ortstermin ist bisher noch nicht benannt worden.

Von Nutzungsrechten Dritter auf dem Gelände war in der kontroversen Diskussion bislang mit keinem Wort die Rede.

 
 

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