Auf der Ruhrbania-Baustelle in Mülheim geht es planmäßig voran

Planmäßig wird im März und April die Baugrube der Ruhrbania-Promenade am Hafenbecken ausgehoben. Foto: Stephan Glagla
Planmäßig wird im März und April die Baugrube der Ruhrbania-Promenade am Hafenbecken ausgehoben. Foto: Stephan Glagla
Foto: Stephan Glagla / WAZ FotoPool
Seit der Flutung des Hafenbeckens scheint sich am Ruhrbania-Baufeld I nicht viel zu tun. Laut der Projektleitung läuft alles nach Plan: In Ufernähe der Ruhr-Ost-Anlagen wird gerade Erde ausgehoben - Vorarbeiten für die Errichtung eines Fundaments.

Mülheim. Ein Mann am Messgerät, ein zweiter hält eine Messlatte und der dritte schaut beiden dabei zu. „Wir bauen“, sagt ein Schild am Bauzaun zur Ruhrbania-Promenade. Und stände es dort nicht, vielleicht hätte es bei so viel Beschaulichkeit niemand gemerkt.

Ruhrbania ist just nur eine – eingeebnete – Scheibe: Was bewegt sich an Baufeld I? Die Fortschritte scheinen zumindest optisch bescheiden, seit das Hafenbecken geflutet wurde. Die Schuld bekam bislang das Wetter: erst Regen im November, dann Schnee. In den Mo­naten März und April werde die Grube auf dem Baufeld I ausgehoben, kündigte Dieter Janzen vom Investor Kondor Wessels noch im Fe­bruar an. Bis Mai wolle man die Bodenplatte für den Baukomplex legen.

Boden muss für Fundament erst vorbereitet werden

Alles im Plan? Tatsächlich wird dort, in Ufernähe der Ruhr-Ost-Anlagen, auch Erde ausgehoben. Eine so genannte „Gründungsverbesserungsmaßnahme“, so Ruhrbania-Projektleiter Günther Hellmich. Der Boden sei für Gebäude stellenweise ungeeignet, nun müssen dort 60 bis 90 cm breite Löcher gegraben und mit Kies verfüllt werden, um darauf überhaupt ein Fundament errichten zu können. Noch vierzehn Tage, schätzt Hellmich, wird deshalb der Kiesrüttler rütteln. Danach soll der Rest der Baugrube ausgehoben werden und Betonarbeiten beginnen können.

„Der Bohrer ist unüberhörbar“, erzählt eine Frau, die eine der Wohnungen im ehemaligen Stadtbad bezogen hat. Der daran angebaute Wohnkomplex stehe, seit sie 2009 eingezogen ist, jedoch leer – bis auf drei Wohnungen, sagt sie. Nur das Penthouse und zwei Wohnungen seien besetzt. Namensschilder an den Klingeln bestätigen dies.

Wegen Baustelle bleiben Wohnungen leer

Die Anwohnerin wundert es nicht: Zur Zeit hört man wenig verkauffördernden Baulärm. Später werden die Promenadenbesucher an den Palaisfenstern vorbei flanieren. Besonders für Mieter im Erdgeschoss „grenzwertig“, schätzt die Anwohnerin, „das muss man schon mögen“. Wer sich für die Wohnungen interessiert, wartet offenbar ab, was auf den Baufeldern passieren wird. Doch ob die Promenade bis 2013 fertig wird? Das steht auch auf der Wunschliste der Investoren von Baufeld II. „Ehrgeizig“, nennt Hellmich dieses Ziel, realistisch gesehen wird’s wohl 2014.

 
 

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