Argumente statt Emotionen

Ein Meisterwerk der Öffentlichkeitsarbeit war die Bewerbung für den Sitz der Sparkassenakademie sicherlich nicht. Dass konnte sie auch nicht angesichts der knappen Fristen. Aber Lothar Reinhard stellt wieder Fakten verzerrt dar, setzt auf Emotionen statt auf Argumente und versucht den Unmut für seine Zwecke zu nutzen. Dass die Abschätzung der Sanierungskosten und die Pläne für die Akademie am Schloß aus einem Haus stammen, ist kein Indiz für Mauschelei wie er glauben machen möchte, sondern eine Notwendigkeit. Er vertauscht bewusst die Chronologie. Das Planungsbüro Hütténes war zuerst mit der Abschätzung der Sanierungskosten beauftragt worden und erst dann erhielt es den Planungsauftrag – weil es kein zweites gab, das über das Areal so detailliert Bescheid wusste. Bei dem Arbeitspensum, das in drei Monaten zu stemmen war, erwies sich das als großer Vorteil. Die Vorbereitung für den Abrissantrag und die Bebauungsplanänderung steht im Zusammenhang mit dem im Juli mit großer Mehrheit getroffenen Ratsbeschluss. Auch das ist durch die vorgegebenen Fristen bestimmt.

Chancen und Risiken der Sparkassenakademie müssen klar bewertet werden und sind eindeutig. Würde Mülheim den Zuschlag erhalten, wäre das ein wichtiger Schritt in die Zukunft. Ginge der Zuschlag nach Dortmund wäre das VHS-Gebäude noch nicht gerettet. Woher der zweistellige Millionenbetrag für die Sanierung kommen soll, hat Reinhard noch nicht einmal ansatzweise gesagt. Auf die schnellst mögliche Vorlage eines Zukunftskonzeptes für die VHS muss man dennoch drängen.

Auch beim wiederholt genannten Matschspielplatz ist die Sache eindeutig. Selbst wenn er gefährdet wäre, ließe er sich mit geringem Aufwand verlagern. Wenn man ihn gegen einen 30-Millionen-Projekt dieser Klasse in die Waagschale wirft, macht das sprachlos.

Mit den Störmanövern dient Reinhard nicht dem Wohle der Stadt - obwohl er als Ratsherr dazu verpflichtet ist.

 
 

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