Anwohnerparken in der Mülheimer Altstadt kommt gut an

Sehr gut aufgelegt präsentierte Rolf Schulze am Sonntagmorgen im CVJM-Haus die Umfrageergebnisse zum Anwohnerparken.
Sehr gut aufgelegt präsentierte Rolf Schulze am Sonntagmorgen im CVJM-Haus die Umfrageergebnisse zum Anwohnerparken.
Foto: Funke Foto Services
Testbetrieb läuft seit Dezember auf dem Kirchenhügel. Be einem Bürgerfrühstück präsentierte der Verein Pro Altstadt jetzt aktuelle Umfrageergebnisse.

Mülheim. Hier und da hakt es noch ein wenig. Grundsätzlich ist der weit überragende Teil der Altstadtbewohner aber hochzufrieden mit dem Anwohnerparken, das seit Dezember 2015 auf dem Kirchenhügel im Testbetrieb läuft. Zum erstmals im Rahmen des Weinfestes abgehaltenen Bürgerfrühstück präsentierte der Verein Pro Altstadt das entsprechende Ergebnis einer Umfrage unter Eigentümern, Mietern und Gewerbetreibenden.

Eine äußerst launige Stimmung herrschte dabei im CVJM-Haus, in das die Frühstücksrunde am Sonntagmorgen wegen des Regenwetters eingekehrt war. Zum Thema Anwohnerparken hat die Altstadt ganz andere Veranstaltungen erlebt, mit teils hitzigen Wortgefechten mit städtischen Verkehrsplanern.

Stadtverwaltung wird weiter feilen

Nun aber herrscht, so der Eindruck vom Sonntag, nahezu eitel Sonnenschein. 501 Rückmeldungen habe es auf die Anwohnerumfrage von Pro Altstadt gegeben, „dabei sprechen sich ganze fünf Rückmeldungen gegen das Anwohnerparken aus“, freute sich Rolf Schulze vom Vereinsvorstand. Die Altstadtbewohner haben festgestellt, dass nun deutlich weniger Autos in Dauerschleife durch die Altstadt kurven, um einen Parkplatz zu suchen. Der Wohnwert sei gestiegen, die Straßen könnten endlich wieder gereinigt werden. Das Anwohnerparken sei „das Beste, was die Politik seit Jahren für die Altstadt entschieden hat“, fasste Schulze am Sonntag die häufigsten Aussagen von Anwohnern zusammen.

Am System dürfe die Stadtverwaltung dennoch noch hier und da feilen: Mehr als 300 Anwohner hätten etwa Kontrollen des Ordnungsamtes nach 17 Uhr und an den Wochenenden gefordert. Da werde die Parkregelung doch häufig missachtet. Tagsüber, zwischen 10 und 15 Uhr, können sich die Anwohner vorstellen, das Parken für Besucher der Altstadt auch freizugeben, weil sie selbst ja mit dem Auto zum Job seien.

Appell weitere Parkplätze einzurichten

Dringend klingt etwa der Appell, am Muhrenkamp für Kita und Tagesklinik Parkplätze einzurichten. Im Konflikt mit den Mitarbeitern der Krankenhäuser bleiben die Anwohner hart: Das Problem hätten die Kliniken als Arbeitgeber zu lösen. Vielleicht lasse sich im Forum vergünstigter Parkraum anmieten. . .

Anwesende Politiker von SPD, CDU und MBI versprachen den Anwohnern, ihre Anliegen mit in die Beratungen zu nehmen für die Zeit, wenn die einjährige Testphase ausläuft.

 
 

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