Aldi: Trotz Attest – Kunde wird wegen fehlender Maske aus Filiale geschmissen: „Ganz klar gesetzeswidrig!“

Aldi: Trotz Attest musste ein Kunde eine Filiale wegen fehlender Maske verlassen. Nun beschwert er sich. (Symbolbild)
Aldi: Trotz Attest musste ein Kunde eine Filiale wegen fehlender Maske verlassen. Nun beschwert er sich. (Symbolbild)
Foto: imago images / Sven Simon

Wer einen Supermarkt betritt, der muss eine Maske tragen – das ist seit der Corona-Krise Gesetz. Ein Kunde wurde nun wegen einer fehlenden Maske aus einer Aldi-Filiale geworfen, allerdings hatte er ein Attest.

Der Mann klagt deshalb: „Ganz klar gesetzeswidrig!“

Aldi: Kunde trotz Attest wegen fehlender Maske aus Filiale geworfen

Aus seinem Einkauf bei Aldi wurde wohl nichts: Der Mann wollte bei Aldi in Dachau einkaufen gehen, aber statt mit neugekauften Lebensmitteln ging er mit Ärger nach Hause.

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Er wurde nämlich kurzerhand aus dem Laden geworfen. „Obwohl ich ein ärztliches Attest habe und auch vorgezeigt habe, dass ich keine Maske tragen kann“, schreibt der Kunde auf Facebook.

Er habe dem Geschäftsführer noch den Gesetzestext gezeigt, dass er ohne Maske einen Laden betreten dürfe, wenn er gesundheitliche Probleme habe und diese glaubhaft machen könne. Aber der Geschäftsführer habe geantwortet, dass ihn das nicht interessiere und er Anweisung der Geschäftsleitung habe, niemanden ohne Maske in seinen Laden zu lassen bzw. des Ladens zu verweisen.

„Dies ist ganz klar gesetzwidrig und sollte von der Zentrale auch entsprechend an die Filialleiter kommuniziert werden“, meint der Mann. Es sei schließlich „eine eindeutige Diskriminierung von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen“, die auch strafbar sei, so der Kunde weiter.

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Verärgert sagt er deshalb: „Bei dem nächsten derartigen Vorfall werde ich Anzeige wegen Diskriminierung erstatten.“ Der Geschäftsführer habe ihm nicht seine Personalien geben wollen, sodass der Kunde beim nächsten Mal die Polizei zur Personalienfeststellung rufen werde.

Aldi verweist auf „individuelle Handhabe der Kollegen/innen“

Auf Anfrage dieser Redaktion erklärt Aldi-Pressesprecherin Annika Büschken: „Grundsätzlich ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in den Filialen behördlich vorgeschrieben, die Durchsetzung ist in den einzelnen Bundesländern aber unterschiedlich geregelt. Sollte es aufgrund von gesundheitlichen Beschwerden einem Kunden nicht möglich sein, Mund und Nase zu bedecken, entscheiden die Kollegen und Kolleginnen vor Ort individuell über die Handhabe. In der Regel vertrauen wir aber auf die Ehrlichkeit unserer Kundinnen und Kunden und gestatten, ihre Einkäufe zu erledigen.“

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Gesetz sieht Befreiung von Maskenpflicht vor

In diesem Fall gestattete Aldi dem Kunden offenbar aber nicht den Einkauf. Dabei heißt es allgemein vom bayerischen Gesundheitsministerium: „Personen, die glaubhaft machen können, dass ihnen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aufgrund einer Behinderung, aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist, sind von der Trageverpflichtung befreit.“

 
 

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