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Mülheim

Kunden schauen bei Aldi Süd ins Regal – was sie sehen, macht sie verdammt wütend

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Mülheim. Die Diskussion über Plastik ist wohl derzeit eine der meistgeführten überhaupt. Immer wieder tauchen Bilder von mit Müll überschwemmten Stränden auf. Meerestiere verenden in Plastikverpackungen. Andere Tiere haben kiloweise Plastik im Magen.

Die EU hat mittlerweile gehandelt, kostenlose Plastiktüten komplett verboten. Doch ganz auf Plastik zu verzichten ist in deutschen Supermärkten immer noch unmöglich.

Mittlerweile gibt es auch immer mehr Fälle, in denen Kunden sich bei den Supermärkten beschweren. So auch bei Aldi Süd. Auf Facebook bat Userin Julia Frank den Discounter: „„Bitte generell weniger Plastik! Der Umwelt zu Liebe.“

Zu viel Plastik: Das ist Aldi Süds Antwort

Darauf antwortete der Discounter: „Hallo Julia, unserer Umwelt zuliebe geben wir bereits unser Bestes, um nachhaltig und verantwortungsvoll mit ihr umzugehen. Wir handeln beispielsweise schon klimaneutral, listen bis zum Ende des Jahres sowohl Plastik- als auch Papier-Einwegtüten aus und bieten ab 2019 Wattestäbchen ohne Plastikschaft an, was wiederum jedes Jahr 400 Tonnen Plastik einsparen wird.“

Was genau Julia Frank mit ihrem Post meint, verdeutlichen die Bilder eines anderen Aldi Süd-Kunden.

Plastik über Plastik

Martin Wisniowski postete fünf Fotos auf der Facebookseite von Aldi Süd. Diese zeigen Plastikverpackungen aller Art. Nochmals verpackte Cola-Flaschen, einzelne in Plastikhüllen eingepackte Käsekuchenstücke und doppelt eingepackte Teewurstrollen.

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Dazu schreibt Wisniowski; „Wenn ich mir so das aktuelle Warenangebot bei Aldi Süd anschaue, dann bin ich für die Einführung einer Verpackungssteuer, wenn es ein drastisches Missverhältnis zwischen Inhalt- und Verpackung gibt. Würde mich sogar freuen, wenn solche Beispiele drakonisch bestraft werden und das 3-8fache kosten würden.“

So reagieren die Facebooknutzer

Die Kommentare unter dem Post sind zwiegespalten. Die einen unterstützen die Forderung nach der höheren Steuer auf Verpackungen, die anderen sehen die steigenden Kosten für den Verbraucher.

  • Oliver Struch; „Verpackungssteuer. Do it!“
  • Philipp Stakenborg: „Aldi Süd: haut den Scheiß aus dem Sortiment raus!“
  • Jörg Geidel: „Euch ist aber schon klar, wer das dann zahlt.. Wir brauchen ein Verpackungsgesetz, das genau regelt, was wie verpackt wird. Freiwillig verzichten die doch nur, wenn es Geld spart bei gleichem oder mehr Umsatz..“

Auf den Post von Martin Wisniowski hat Aldi Süd bislang nicht geantwortet.

Auf Nachfrage von DER WESTEN gibt Aldi Süd an, dass sie daran arbeiten, Verpackungsmaterial weiter zu verringern oder nachhaltiger zu gestalten. Nach Angaben des Unternehmens sollen in den letzten fünf Jahren sich die Verpackungen der Eigenmarken im Verhältnis zum Umsatz schon um mehr als zehn Prozent reduziert haben.

Weiter führt der Discounter exemplarisch aus, dass seit 2017 in allen Filialen loses Obst und Gemüse eingeführt wurde. Auch werde geprüft, ob künftig Mehrwegnetze statt die Einwegknotenbeutel eingesetzt werden könnten. Die Einweg-Tragetaschen wurden zudem aus dem Sortiment genommen.

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Mi, 19.09.2018, 16.32 Uhr

Öffentlichkeitsfahndungen: Annika Koenig, Sprecherin der Polizei Essen, erklärt unter welchen Umständen die Polizei sich bei der Suche nach Tatverdächtigen oder Vermissten an die Bürger wendet.