Aldi: Kunde ist empört, wie Mitarbeiter mit Obdachloser umgeht – „Sie sollten sich einfach schämen“

Ein Kunde hat dem Discounter Aldi Süd bei Facebook schwere Vorwürfe gemacht.
Ein Kunde hat dem Discounter Aldi Süd bei Facebook schwere Vorwürfe gemacht.
Foto: imago/Jan Hübner/DER WESTEN

Erkelenz. Bei Facebook hat ein Kunde von Aldi Süd aktuell einen Beitrag veröffentlicht, in dem er dem Lebensmittel-Discounter schwere Vorwürfe macht. Dort beschreibt Dirk K. einen Vorfall, den er vor einer Filiale in Erkelenz erlebt haben will.

K. schreibt: „Sehr geehrte Damen und Herren von Aldi Süd. Ich bin entsetzt über ihr Verhalten. Zur Sache. Eine junge Frau steht vor einer Aldi-Filiale in Erkelenz. Dort steht sie ohne jemanden zu belästigen, sie spricht niemanden an. Sie verkaufte die Obdachlosen-Zeitung fifftyfiffty. Ein Mitarbeiter der Filiale vertrieb (anderes kann ich es nicht nennen) die Frau.“

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Anschließend habe er die Filiale betreten und darum gebeten, den Verantwortlichen der Filiale zu sprechen, der ihm lediglich etwas von „kriminellem Betrüger“ erzählt habe.

Seinen Beitrag beendet Dirk K. dann so: „Sehr geehrte Damen und Herren von Aldi Süd, Sie sollten sich einfach nur schämen. Ich werde mich aber noch via Mail über ihren respektlosen Umgang an Sie wenden.“

So antwortet das Social-Media-Team des Discounters

Unter dem Beitrag antwortete ein Social-Media-Mitarbeiter von Aldi: „ein respektloser Umgang mit unseren Mitmenschen ist selbstverständlich nicht in unserem Sinne. Leider können wir vom Social Media Team uns zu dem von Ihnen beschriebenen Vorfall nicht äußern.“

Der Mitarbeiter sagte aber zu, dass Aldi-Kollegen zur Klärung des Falls Kontakt mit der entsprechenden Regionalgesellschaft aufnehmen und sich anschließend bei K. melden würden.

Sprecher des Unternehmens gibt Statement zum Fall ab

Auf Anfrage von DER WESTEN erklärt ein Sprecher des Unternehmens, dass es „in der Vergangenheit immer wieder zu Belästigungen unserer Kunden gekommen“ sei, weshalb Gespräche mit Vertretern von fiftyfifty geführt und nach Lösungen gesucht worden sei.

„Leider war es immer wieder – auch nach den Gesprächen – zu Verstößen gegen die getroffenen Vereinbarungen gekommen. Dies hatte regelmäßig zu Beschwerden seitens unserer Kundinnen und Kunden geführt, da sie sich bei ihrem Einkauf beispielsweise durch aggressives Verhalten belästigt fühlten“, erklärt der Sprecher.

„Notfalls machen unsere Filialleiter auch vom Hausrecht Gebrauch“

Daher sei die Entscheidung gefallen, „den fiftyfifty-Verkauf vor den Filialen in der Region nicht mehr zu genehmigen.“ Diese sei jedoch „keinesfalls leichtfertig, sondern gewissenhaft“, nach einem längeren Prozess und Vorankündigung bei fiftyfifty getroffen worden.

„Personen, die sich nicht an diese Regelung halten, werden auf ihren Verstoß aufmerksam gemacht. Notfalls machen unsere Filialleiter auch vom Hausrecht Gebrauch und verweisen uneinsichtige Personen von dem entsprechenden Grundstück.“

Das solle jedoch „immer in einem freundlichen, gegebenenfalls auch bestimmten, aber immer respektvollen Ton erfolgen. Wir bedauern, sollte es in diesem Fall nicht gelungen sein, den richtigen Ton zu treffen.“

 
 

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