Aldi: Kundin stinksauer, als sie DAS sieht – „Belügt ihr eigentlich nur eure Kunden?“

Aldi: So wurde aus einem kleinen Laden ein Discounter-Riese
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Diese Kundin von Aldi Süd ist einfach nur sauer! Der Discounter gibt sich gern als nachhaltig und hat gemeinsam mit Aldi Nord eine „Verpackungsmission“ gestartet. Das ambitionierte Ziel: Bis 2025 soll die Verpackungsmenge um 30 Prozent reduziert werden. Dazu soll der Recycling-Anteil der Eigenmarken auf 100 Prozent steigen.

Doch eine Kundin von Aldi Süd hat da so ihre Zweifel, wie ernst es dem Discounter mit der Vermeidung von Plastik ist. Auf Facebook postet sie ein Foto aus dem aktuellen Aldi-Katalog. Was sie dort sieht, ist nämlich alles andere als plastikfrei.

Aldi-Süd: Strategie gegen Plastik-Müll

Auf der Webseite von Aldi Süd liest sich das Konzept für die nächsten Jahre hinsichtlich Müll- und Plastikvermeidung ambitioniert. Verteilt auf die drei Säulen „Vermeiden“, „Recyceln“ und „Wiederverwenden“ formuliert der Discounter verschiedene Ziele zur größeren Nachhaltigkeit.

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Passend dazu lässt sich auf der Seite eine ganze Liste von Erfolgen finden. Beispielsweise die Verwendung von Mehrwegtransportkisten im Bereich Obst und Gemüse, wodurch man allein im Jahr 2017 über 30.000 Tonnen Kartonagen vermeiden konnte und mehr als 24.000 Tonnen CO-Äquivalente eingespart habe.

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Das ist Aldi:

  • Aldi Nord und Aldi Süd sind zwei separate Unternehmensgruppen
  • Aldi steht für Albrecht Diskont: In 1913 machte sich Karl Albrecht in Essen als Brothändler selbstständig
  • In 1962 wurde der Familienbetrieb zu einem reinen Discounter umfunktioniert und hat den heutigen Namen „Aldi“ gekriegt
  • Die Trennung in Nord und Süd erfolgte in 1961
  • Mittlerweile zählt Aldi zu den zehn größten Einzelhandelsgruppen weltweit

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Gerade im Bereich Obst und Gemüse peile man weniger Verpackungen an. So sei der Anteil an unverpackten Produkten seit 2016 nahezu verdoppelt worden, bei Bio-Produkten werde auf „Natural Branding“ gesetzt und Fairtrade-Bananen kämen inzwischen ohne Plastikverpackung aus.

Kundin kauft Aldi Strategie nicht ab

Doch eine Aldi-Süd-Kundin fragte sich und den Konzern beim Blick in den neuen Prospekt des Discounters: „Belügt ihr eigentlich nur eure Kunden oder auch euch selbst?“, gefolgt von dem deutlichen Vorwurf, „Wie schade, dass euch unsere gemeinsame Zukunft nicht interessiert.“

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Was hatte die Kundin so in Rage versetzt? Im Katalog findet sich eine Seite mit der Überschrift „Frisch und fertig! Für Sie vorbereitet - mehr Zeit zum Genießen“. Darunter geschnittene Champignons, geschnittener Kohl, geraspelte Karotten und Mungo-Bohnensprossen. Was die Kundin daran ärgert: Alles ist in Plastik verpackt.

Auf Facebook zieht sie einen bildlichen Vergleich: „Anstatt unverpacktes Gemüse fertig Geraspeltes in Plastikverpackung anzubieten, ist wie ein eingeschweißtes, geschältes Ei zu verkaufen.“

Weitere Nutzer beteiligen sich an Diskussion

Eine weitere Kundin postet kommentarlos ein Bild eines eingeschweißten, halbierten Hokkaido-Kürbisses darunter. „Sowas kann sich doch keiner ausdenken. Wer hat solche Ideen?“, kommentiert die Verfasserin des Ursprungsbeitrags.

Die Unterstellung: Aldi meint es gar nicht ernst mit der Nachhaltigkeit, sondern bemüht sich lediglich den Kunden gegenüber um ein umweltfreundliches Image. Dieses Vorgehen wird auch als „Greenwashing“ bezeichnet. Ein Vorwurf, der zum Teil auch nach der Einführung des ein-Cent-Preises für Obst-Plastiktüten bei Aldi laut wurde. >>>hier mehr dazu

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Ein andere Nutzerin findet jedoch den Ärger der Frau übertrieben. Sie meint: „Seid doch einfach mal zufrieden“. Eine andere sieht hingegen die Kunden in der Verantwortung, nicht den Discounter selbst, „Solange es Deppen gibt, die es kaufen...“.

Das sagt der Discounter

Aldi erklärte auf Anfrage von DER WESTEN zu dem Vorfall, es gehöre zu allen Sortimentsentscheidungen das Prinzip, Kunden den größtmöglichen Mehrwert bieten zu wollen. Die vorgeschnittenen Produkte böten „für einige Kundengruppen eine große Erleichterung und ermöglichen es ihnen, bedarfsgerecht einzukaufen und auch in einem stressigen Alltag frisch zu kochen.“ Zudem würden durch variable Portionsgrößen weniger Lebensmittel weggeworfen.

Das Ziel, weniger Lebensmittel wegzuwerfen könne dabei auch im Konflikt mit der Reduzierung der Verpackung stehen. Generell stehe Aldi Süd jedoch zur Vermeidung von Plastik: „Da wo wir unsere Produkte verpackt anbieten, versuchen wir, so wenig Material wie möglich einzusetzen. Wir möchten natürlich möglichst viele Artikel unverpackt anbieten.“ (dav)

 
 

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