Aldi: Münchner entdeckt DAS vor Discounter-Gebäude und rastet aus – „Besser doch zu Lidl?“

Aldi: Eine Entdeckung auf einem Parkplatz des Discounters ließ einen Kunden völlig aus der Haut fahren. (Symbolbild)
Aldi: Eine Entdeckung auf einem Parkplatz des Discounters ließ einen Kunden völlig aus der Haut fahren. (Symbolbild)
Foto: imago images / Eibner; imago images / Westend61 (Montage: DER WESTEN)

München. Bei dieser Entdeckung vor einem Aldi in München verliert ein Kunde völlig die Beherrschung!

Gleich mehrere krasse Vorwürfe gegen den Discounter postet er auf Facebook – und nutzt dabei Begriffe, die sich Aldi keinesfalls gefallen lässt.

Aldi: Wütender Kunde wirft Discounter „Stasi-Methoden“ vor!

Bereits die ersten Worte bieten schon Zündstoff. „Stasi-Methoden, jetzt auch bei Aldi-Süd?“, fragt Anian J. in seinem Post. Der Grund für den Vergleich? Die Parkplatzüberwachung vor dem Discounter! „Wer in München den Aldi in der Heidemannstraße besucht, wird direkt beim Ein und Ausfahren offenbar gefilmt“, schreibt J. weiter. „Sehr bedenklich, dass der Fußweg gleich mit gefilmt wird.“

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Das ist Aldi:

  • Aldi Nord und Aldi Süd sind zwei separate Unternehmensgruppen
  • Aldi steht für Albrecht Diskont: In 1913 machte sich Karl Albrecht in Essen als Brothändler selbstständig
  • In 1962 wurde der Familienbetrieb zu einem reinen Discounter umfunktioniert und hat den heutigen Namen „Aldi“ gekriegt
  • Die Trennung in Nord und Süd erfolgte in 1961
  • Mittlerweile zählt Aldi zu den zehn größten Einzelhandelsgruppen weltweit

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Doch nicht nur die Überwachungskameras ärgern ihn. „Wer sich ein wenig zu lange Zeit beim ausgiebigen Aldi-Shopping lässt, wird direkt mit 30 Euro für seinen Verstoß von der Firma Parkraum24 bestraft“, schimpft Anian. Als „noch skurriler“ bezeichnet er die Einrichtung einer E-Auto-Ladestation vor dem Markt – sein Vorwurf: Die Stationen sind ein Lockmittel, um Leute zu längerem Parken zu überreden und ihnen dann Knöllchen und Bußgelder aufzubrummen.

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„Was sagt man dann wohl am besten? Besser doch zu Lidl?“, fragt Anian J. sarkastisch am Ende. Handelt es sich hierbei um vertretbare Kritik mit möglicherweise zu harscher Wortwahl? Oder ist der Kunde einfach nur sauer, weil ihm das seiner Meinung nach unangebrachte 30-Euro-Bußgeld nicht zurückerstattet wurde, wie er selbst berichtet? Aldi lässt den Stasi-Vorwurf jedenfalls nicht auf sich sitzen.

Aldi verweist auf Hinweisschilder auf Parkplätzen

„Wir tauschen uns gerne auf einer konstruktiven Ebene mit dir aus, aber da musst du uns nicht direkt Stasi-Methoden vorwerfen“, schreibt Aldi zurück. Vor allem bei Parkplätzen in Stadtzentren habe der Discounter in den letzten Jahren eine Parkscheibenpflicht eingeführt. Darauf – und auch auf die maximal erlaubte Parkdauer – „machen wir mit vielen Hinweisschildern auf dem Parkplatz aufmerksam“, so Aldi. Mit den E-Tankstellen wolle man den eigenen Beitrag zur Energiewende verstärken. Dabei handle es sich keinesfalls um ein „Lockmittel“.

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Anian J. antwortet – und nimmt nach der Aldi-Rückmeldung gar keinen Bezug mehr auf die Park-Bußgelder. Er verweist auf das Foto einer Überwachungskamera, die einen Fußgänger am Bürgersteig bei der Parkplatzeinfahrt zeigt. Hier sieht er einen klaren Gesetzesverstoß: „Die von diesem Dienstleister verwendete Methode geht weit über ein technisch notwendiges Maß zur Kennzeichenerfassung hinaus und überschreitet die Grenzen hier erheblich.“ Die Beschwerde habe er auch inzwischen beim Landesamt für Datenschutzaufsicht in Ansbach eingereicht.

Aldi Süd: Kameraausrichtung „war ein Fehler“

Zumindest in diesem Aspekt hatte Anian J. offenbar recht. Auf Nachfrage unser Redaktion teilte Aldi Süd am Freitag mit: „Dass die Kamera den öffentlichen Fußweg vor dem Parkplatz erfasst hat, war ein Fehler. Der Dienstleister, der mit der Parkplatzbewachung beauftragt wurde, hat ihn mittlerweile korrigiert.“

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Bezüglich seiner weiteren Kritikpunkte liefert Aldi ebenfalls Erklärungen. Auf die Videoüberwachung weise man auf dem Parkplatz ebenfalls per Hinweisschild hin, davon sollte sich also niemand überrascht fühlen. Die Überwachung finde deshalb statt, weil man in Innenstädten oft Probleme mit Fremdparken habe, die potentiellen Kunden zu Stoßzeiten die Parkmöglichkeiten wegnehmen.

Und was die E-Tankstellen angeht: Den Vorwurf, diese seien ein Lockmittel, um Kunden zu längeren Parkzeiten zu zwingen und ihnen damit Bußgelder aufzubrummen, widerlegt der Discounter mit ein paar Zahlen. 90 Minuten dürfen Kunden vor dem Markt gratis parken, 60 Minuten lang darf man die Ladestationen gratis nutzen – und nur 30 Minuten laden reiche erfahrungsgemäß bereits für eine Fahrtstrecke von bis zu 80 Kilometern. (at)

 
 

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