Aldi: Erbitterter Krieg beim Discounter – Ex-Manager befürchtet jetzt das Schlimmste

Erbitterter Preiskampf bei den Discountern – es könnte mehr als einen Verlierer geben, warnt jetzt ein Experte. (Symbolbild)
Erbitterter Preiskampf bei den Discountern – es könnte mehr als einen Verlierer geben, warnt jetzt ein Experte. (Symbolbild)
Foto: imago images / Future Image

Schon seit Jahren herrscht zwischen Aldi und Lidl ein unerbitterlicher Krieg um den besten Preis. Die Mehrwertsteuersenkung hat diesen Kampf um die günstigsten Angebote bei Aldi und Lidl sogar noch mehr angefeuert.

Das könnte schon bald drastische Konsequenzen haben. Davor warnt jetzt ein Branchenexperte im Interview mit der „Lebensmittelzeitung“.

Aldi gegen Lidl - der ultimative Vergleich
Aldi gegen Lidl - der ultimative Vergleich

Aldi, Lidl und Co.: Diese Auswirkungen könnte der unerbitterliche Preiskampf haben

Stephan Rüschen, Manager bei der Metro-Gruppe, gibt zu bedenken, dass dieser Kampf nicht nur einen, sondern viele Verlierer mit sich bringen könnte.

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Da gehe es dann nicht mehr nur darum, ob Aldi oder Lidl als Verlier vom Platz gehen, „sondern Norma, Penny und Netto.“ Sollte der Preiskampf weiter Fahrt aufnehmen, könnten die anderen Discounter darunter leiden.

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Das ist Aldi:

  • Aldi Nord und Aldi Süd sind zwei separate Unternehmensgruppen
  • Aldi steht für Albrecht Diskont: In 1913 machte sich Karl Albrecht in Essen als Brothändler selbstständig
  • In 1962 wurde der Familienbetrieb zu einem reinen Discounter umfunktioniert und hat den heutigen Namen „Aldi“ gekriegt
  • Die Trennung in Nord und Süd erfolgte in 1961
  • Mittlerweile zählt Aldi zu den zehn größten Einzelhandelsgruppen weltweit

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Preiskrieg könnte fatale Folgen für die Branche bringen

Die Folgen seien laut dem Experten branchenweit fatal, auch die Industrie sei betroffen. Rüschen hofft daher, „dass beide Discounter schnell wieder zu kaufmännischer Vernunft zurückkehren.“

Grund für die noch erbitterter geführte Preisschlacht sei die Mehrwertsteuersenkung. Zwar habe die Regierung diese nur bis zum Jahresende angedacht, laut Rüschen könne es jedoch sein, dass die Preise Anfang 2021 nicht wieder parallel mit der Mehrwertsteuer steigen.

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Mehrwertsteuersenkung sorgt für Schleuderpreise

Er rechnet stattdessen damit, dass die Preise weiter sinken werden. Weitere Händler würden bereits abgeschlossene Verträge neu verhandeln. Mit „ungerechtfertigten Konditionsforderungen“ könnten sie möglicherweise Umsatzverluste auf die Industrie abwälzen.

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Was für die Branche gefährlich werden könnte, bringt laut dem Experten in der „Lebensmittelzeitung“ womöglich weitere Ersparnisse: Statt 1,19 Euro wie vor der Mehrwertsteuersenkung würden die Discounter einen solchen Preis möglicherweise auf 1,15 Euro reduzieren.

„Vielleicht ist einer sogar aberwitzig genug, das über das gesamte Sortiment zu machen“, fürchtet der Experte. (vh)

 
 

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