Actionmodel Miriam Höller aus Mülheim liebt das Tempo

Geht gern an ihre Grenzen: Miriam Höller mochte schon als Teenager Geschwindigkeit. Inzwischen machte sie ihre Leidenschaft zum Beruf.
Geht gern an ihre Grenzen: Miriam Höller mochte schon als Teenager Geschwindigkeit. Inzwischen machte sie ihre Leidenschaft zum Beruf.
Foto: RTL II / Severin Schweiger privat
14 Jahre war Miriam Höller alt, als sie in einem Actionfilm eine Frau an den Kufen eines Helikopters hängen sah. Da wusste sie: Das will ich auch machen. Diesen Kindheitstraum hat sich die 27-Jährige erfüllt. Die Mülheimerin ist ausgebildete Stuntfrau und arbeitet zudem als Model und Moderatorin.

Mülheim.. Grenzerfahrungen bestimmen das Berufsleben von Miriam Höller. Weil sie selbst mit Vorliebe ihre eigenen körperlichen Grenzen austestet. Weil sie die Beschränkungen dessen, was als typisch weiblich und typisch männlich gilt, ignoriert. Die gebürtige Mülheimerin machte sich einen Namen als „Stuntmodel“ und moderiert nun das RTL-II-Motormagazin „Grip“.

Kindheitstraum erfüllt

Jüngst, im Alter von 27, hat sich Miriam Höller einen Kindheitstraum erfüllt und sich an die Kufen eines Helikopters gehängt. In schwindelnder Höhe an einer Metallstange zu baumeln, wünschen sich wohl die wenigsten – unabhängig von Alter und Geschlecht. Doch Miriam Höller ist eben dieses Bild im Gedächtnis geblieben, seit sie es als 14-Jährige in einem Actionfilm sah. „Ich habe zu meiner Mutter gesagt: Das will ich auch machen“, erinnert sie sich und auch an die Antwort ihrer Mutter: „Dann musst du Stuntfrau werden.“

Ob ihrer Mama klar war, welche Folgen dieser Satz haben würde, ist nicht überliefert – aber vielleicht hatte sie eine dunkle Ahnung. „Meine Eltern erzählen immer, dass ich schon als Kind ausgetestet habe, wie weit ich gehen kann.“ Das zeigt auch eine Auflistung ihrer Hobbys im Teenageralter. Zwar war sie „handwerklich interessiert“ und legte gerne in der väterlichen Tischlerei in Heißen Hand an, doch vertrieb sie sich die Zeit am liebsten mit Moto-Cross-Fahren, Fallschirmspringen, Tauchen, Snow- und Wakeboarden. „Ich mag die Geschwindigkeit“, berichtet die 27-Jährige.

Also ließ sie sich tatsächlich zur Stuntfrau ausbilden, arbeitete anschließend rund dreieinhalb Jahre in der Stuntshow im Bottroper Movie Park sowie als Stuntdouble. „Damals habe ich das Gesicht weggedreht und den Popo hingehalten“, sagt Miriam Höller.

Sie ist ein Actionmodel

Seit 2010 hält sie beides hin. Damals kamen die ersten Anfragen für Werbespots: „Es wurde ein Model gesucht, das auch Stunts macht.“ Diese Anforderung erfüllt sie und fand damit ihre Nische, ihr, wie sie sagt, „Alleinstellungsmerkmal“. Seitdem nennt sie sich „Actionmodel“.

Zudem ist sie Moderatorin, seit entdeckt wurde, dass sie mehr ist als „groß, blond und schlank“. Diese Erkenntnis anderer fasst Miriam Höller flapsig in einem Satz zusammen: „Mensch, Miriam, du kannst ja auch reden!“

Und nicht nur das: Sie kann über „Männerthemen“ sprechen. Gemeint sind damit unter anderem Autos. „Durch meinen Hintergrund kann ich authentisch über solche Dinge reden“, sagt die Mülheimerin, die eine besonderen Vorliebe für Autostunts hat.

Ihre Sparte im Motormagazin "Grip" gefunden

Beim Motormagazin „Grip“, das immer sonntags um 18 Uhr gesendet wird, bleiben die Autos heil. Miriam Höller ist die einzige Frau im fünfköpfigen Moderatoren-Team. „Ihre Sparte“ habe sie da gefunden. „Auto, Action, Sport“ seien die Bereiche, in denen sie sich auskennt und in denen sie sich als Moderatorin wohlfühlt. Zudem actionmodelt sie noch: „Es war ein weiter Weg, aber ich genieße es, dort angekommen zu sein, wo ich jetzt bin.“

 
 

EURE FAVORITEN