70 Schüler prügelten sich in Mülheim - offenbar wegen Mädchen

Archivbild: Auf der Ruhrpromenade mitten in Mülheim gingen am Freitag gegen 13.30 Uhr etwa 50 Jugendliche aufeinander los. Die Polizei rückte mit zwölf Streifenwagen an.
Archivbild: Auf der Ruhrpromenade mitten in Mülheim gingen am Freitag gegen 13.30 Uhr etwa 50 Jugendliche aufeinander los. Die Polizei rückte mit zwölf Streifenwagen an.
Foto: Archiv/Christoph Wojtyczka, FUNKE Foto Services
20 Jugendliche prügelten sich am Freitag an einer Mülheimer Schule, nochmal 50 an anderer Stelle. Hintergrund: offenbar eine enttäuschte Liebe.

Mülheim. Randale von Jugendlichen hat am Freitag die Polizei in Mülheim in Atem gehalten. Mit einem Großaufgebot musste sie gleich zu zwei Schlägereien im Stadtgebiet ausrücken. Etwa 20 Personen trafen zunächst am Vormittag gegen 10.30 Uhr an der Schule am Hexbachtal aufeinander - und setzen dabei auch Schlagstöcke ein. Dabei wurden vier Personen leicht verletzt, teilte die Polizei am Nachmittag mit. Gegen die Rädelsführer wurde Strafanzeige gestellt.

Doch bei dieser Prügelei blieb es nicht, im Gegenteil: es wurde noch heftiger. Gegen 13.30 Uhr mussten die Einsatzkräfte der Polizei zur Ruhrpromenade ausrücken. Mehrere Zeugen hatte die Polizei alarmiert, weil am Restaurant Mezzomar am Hafenbecken etwa 50 Jugendliche eine Schlägerei lieferten. Mit zwölf Einsatzfahrzeugen rückte die Polizei an.

Bei dieser Schlägerei wurden wiederum Schlagstöcke, Messer, Pfefferspray und Elektroschocker eingesetzt, registrierte die Polizei. Und: Einige Personen der ersten Schlägerei an der Schule traten an der Ruhrpromenade erneut in Erscheinung.

Ex-Freund wohl mit der neuen Beziehung seiner Ex-Freundin nicht einverstanden

Fünf Tatverdächtige konnten ermittelt werden, gegen die jetzt Strafanzeigen erstattet werden, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, teilte die Polizei mit. Zwei Personen wurden durch Elektroschocker, Schlagstöcke und Pfefferspray verletzt. Die Verletzungen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Alle Beteiligten waren etwa 16 Jahre alt.

Der Hintergrund der Auseinandersetzungen ist offenbar lapidar: irgendeine Beziehungsgeschichte, bei der es um ein Mädchen gehe. Laut Polizei scheine der vorherige Freund mit der neuen Beziehung seiner Verflossenen nicht einverstanden zu sein und versuche „die Angelegenheit auf seine Art zu klären“. Die Kriminalpolizei ermittelt weiter. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei unter Telefon 0201/829-0 zu melden.

 
 

EURE FAVORITEN