24-Jähriger soll Autos in Mülheim, Essen und Oberhausen angezündet haben

Hat die Polizei den Feuerteufel, der seit Ende 2010 Autos in Mülheim anzündet, endlich gefasst? Die Ermittler haben einen 24-jährigen Mülheimer festgenommen. Er soll der Serien-Brandstifter sein – und 22 Autos in Mülheim, Essen und Oberhausen in Brand gesetzt haben.

Mülheim/Essen/Oberhausen. Nach einer Serie von Brandanschlägen auf Autos in Mülheim, Essen und Oberhausen hat die Polizei den mutmaßlichen Täter in Mülheim-Broich festgenommen: Der 24-jährige Mülheimer soll seit Ende 2010 insgesamt 22 Fahrzeugbrände in Mülheim, Essen und Oberhausen gelegt haben. Bereits am vergangenen Donnerstag hatte die Polizei ihn in seiner Wohnung festgenommen. Dort fanden die Ermittler auch „umfangreiches Beweismaterial“, das sie noch auswerten muss.

Brandbeschleuniger als Ausgangspunkt der Ermittlungen

Ein oder mehrere (Serien-)Brandstifter hatte bereits Ende 2010 und Anfang 2011 innerhalb zweier Monate elf Fahrzeuge in Brand gesetzt. Einen Tatverdächtigen konnte die Polizei dennoch lange Zeit nicht ermitteln.

Als zwischen Mitte Juli und Mitte September 2011 erneut elf Autos und ein Lastwagen in Flammen aufgingen, vermutete die Polizei einen Zusammenhang zwischen den Brandstiftungen: Auch diese Fahrzeuge waren mit Brandbeschleunigern in Brand gesetzt wurden. Eine neue Auswertung von Hinweisen und Zeugenaussagen führte die Ermittler auf die Spur des jetzt festgenommenen Mülheimers. Zivilfahnder aus Mülheim hielten den polizeibekannten Verdächtigen daraufhin längere Zeit im Auge.

Verstöße gegen das Waffengesetz

Unterstützt durch den Staatsschutz und die Drogenfahndung nahmen die Ermittler vorigen Donnerstag den Gesuchten fest. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren wegen vorsätzlicher Brandstiftung, Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Waffengesetz sowie diverser Sachbeschädigungen ein. Noch am Freitag erließ der Richter einen Haftbefehl zur Untersuchungshaft.

Durch die Brandanschläge war ein Schaden von weit über 100.000 Euro entstanden.