1:0 für Kicker und Häuslebauer in Mülheim

Robin Kunte
Für 13,1 Millionen Euro plant die Stadt den Bau einer neuen Bezirkssportanlage und die Einrichtung vier neuer Wohngebiete in Heißen, Heimaterde und Styrum Bild: Stephan Glagla
Für 13,1 Millionen Euro plant die Stadt den Bau einer neuen Bezirkssportanlage und die Einrichtung vier neuer Wohngebiete in Heißen, Heimaterde und Styrum Bild: Stephan Glagla
Foto: Stephan Glagla | WAZ FotoPool

Mülheim. Für 13,1 Millionen Euro plant die Stadt den Bau einer neuen Bezirkssportanlage an der Hardenbergstraße und die Einrichtung vier neuer Wohngebiete in Heißen, der Heimaterde und in Styrum.

Kernpunkt ist der Neubau von zwei Kunststoff-Rasenplätzen mit Clubhaus in Heißen. Diese Sportanlage sollen die beiden Vereine TB Heißen und RSV Mülheim gemeinsam nutzen. Die Stadtverwaltung hat sich nach jahrelangen Verhandlungen mit dem Eigentümer des Geländes „auf einen vernünftigen Preis geeinigt“, sagt Frank Berges vom Mülheimer Immobilienservice.

Tennisplätze werden verkauft

Die aktuellen Tennenplätze der Clubs am Mühlenfeld (TB) und an der Rudolf-Harbig-Straße (RSV) werden nach Plänen der Stadtverwaltung verkauft und in Wohngebiete umgestaltet. Neben der TB-Sportanlage gibt es seit dem Abriss der alten Mühlenfeld-Schule bereits ein Brachgelände. Nach dem Wegfall des Sportplatzes sollen dort 44 Einfamilienhäuser entstehen. Auch an der Rudolf-Harbig-straße gibt es eine zusätzliche Freifläche, die schon vor Jahren von der Stadt gekauft wurde. Das Konzept sieht hier weitere 38 Einfamilienhäuser vor und eine Aufwertung des Wohnraumes durch neue Grünflächen mit Spielplatz und Erholungspotenzial. Außerdem soll der kleine Sportplatz am Amundsenweg in der Heimaterde, sowie der Tennenplatz an der Von-der-Tann-Straße baufertig gemacht, dann verkauft und in Wohnfläche umgewandelt werden.

Mehr als 100 neue Häuser sind insgesamt geplant. Die Bauflächen müssen von der Stadt hergerichtet werden und mit Kanälen und Straßen versehen werden, bevor sie privatisiert werden können. Diese Kosten müssen von den Einnahmen durch einen Verkauf abgezogen werden.

„Keine andere Investition wird unter dem Bau in Heißen leiden“

Die Verkaufserlöse der Grundstücke sind zwingend notwendig, um den Neubau der Bezirkssportanlage, zu bezahlen. Von den 13,1 Millionen Euro fallen 7,8 Millionen auf die Grundstückserlöse. Hinzu kommen etwa drei Millionen aus der Stinnes-Stiftung, 700 000 Euro durch die Sportpauschale und 1,5 Millionen aus dem Investitionsprogramm der Stadt.

Damit die Heißener Vereine nicht ohne Spielstätte dastehen, muss die neue Anlage an der Hardenbergstraße schon vor der Vermarktung der alten Plätze gebaut werden. „Um die Finanzierungslücke zu decken, müssen Mehreinnahmen aus dem Verkauf anderer Immobilien und Kredite in das Projekt fließen“, erklärt Kämmerer Uwe Bonan. Eine Vermarktung der Grundstücke in Heißen sei ab 2015 möglich, am Amundsenweg und in Styrum ab 2014. Bonan betont: „Keine andere Investition wird unter dem Bau in Heißen leiden.“

Prioritätenliste für die Sanierung von Ascheplätzen überarbeitet

Auch für die übrigen Mülheimer Fußballvereine wird sich bei einer Umsetzung des Projektes einiges ändern. Der Mülheimer Sportservice hat seine Prioritätenliste für die Sanierung von Ascheplätzen überarbeitet. Noch in diesem Jahr beginnen die Arbeiten für einen neuen Kunstrasenplatz am Schildberg in Dümpten. Außerdem erhalten der TSV Heimaterde am Finkenkamp und der TuSpo Saarn an der Mintarder Straße ein Kleinspielfeld. Auf der aktualisierten Liste steht jetzt die Sportanlage des 1. FC Mülheim an der Moritzstraße an oberster Stelle. Bei rechtzeitiger Fertigstellung in Heißen könnte dort 2015 über Sanierungspläne nachgedacht werden.