Zahl der Azubis vervierfacht

Tag des Ausbildungsplatzes bei der Firma Schomaker, von links: Azubi Daniel Werner (21), Azubi Thomas Töpfer (34), Azubi Patrick Tzschanter (20), Sandra Friedrich (Agentur für Arbeit), Sebastian Arlt (1. Beigeordneter der Stadt Menden), Manuel Lehmann (Prozessmanager bei Schomaker). WP-Foto: Corinna Schutzeichel
Tag des Ausbildungsplatzes bei der Firma Schomaker, von links: Azubi Daniel Werner (21), Azubi Thomas Töpfer (34), Azubi Patrick Tzschanter (20), Sandra Friedrich (Agentur für Arbeit), Sebastian Arlt (1. Beigeordneter der Stadt Menden), Manuel Lehmann (Prozessmanager bei Schomaker). WP-Foto: Corinna Schutzeichel
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Menden.. Im Mai 2009 lernten bei Schomaker nur drei Auszubildende, ein Jahr später hatte sich die Zahl mit 13 Azubis mehr als vervierfacht. Das berichtete gestern Manuel Lehmann, Prozessmanager bei den Buchbinde- und Registerstanzbetrieben, anlässlich des Tags des Ausbildungsplatzes.

„Wir haben vor knapp drei Jahren eine Ausbildungsoffensive gestartet“, blickt Manuel Lehmann zurück. „Dafür haben wir sehr viel Geld in die Hand genommen.“ Und das, obwohl es in der Branche derzeit eine „Preisschlacht“ gebe. „Aber wir wollen die beste Buchbinderei Deutschlands sein“, erklärt Manuel Lehmann. Dazu gehöre auch die Ausbildung des Nachwuchses. Lehrlinge seien „keine billigen Arbeitskräfte, sondern werden bei uns gut ausgebildet“. Ein wichtiger Punkt sei der Wissenstransfer im knapp 400 Mitarbeiter starken Unternehmen (100 davon am Standort Menden) von den älteren Kräften zu den Berufsneulingen. Einer der Schomaker-Mitarbeiter sei seit 50 Jahren im Familienunternehmen – dieses Wissen solle mit dem Ruhestand des Mitarbeiters nicht verloren gehen, so Manuel Lehmann.

Insgesamt werden derzeit bei Schomaker zwölf Azubis in vier verschiedenen Berufen ausgebildet. Ausgebildet wird ausschließlich für den eigenen Bedarf. Das bedeute nicht, dass automatisch jeder Azubi eine feste Stelle bekomme, „aber wenn die Leistung passt, werden alle Azubis übernommen“, so Manuel Lehmann. Gestern bekam Schomaker Besuch von Sandra Friedrich, Teamleiterin der Agentur für Arbeit in Menden, und Sebastian Arlt, 1. Beigeordneter der Stadt Menden. Die beiden machten sich vor Ort ein Bild von der Ausbildungssituation in dem Betrieb und lobten: „Das ist beispielhaft.“ Vor allem vor dem Hintergrund, dass viele Unternehmen zunehmend Schwierigkeiten haben, Nachwuchs zu akquirieren, so Sandra Friedrich.

Manuel Lehmann wünscht sich für die Zukunft, dass Jugendliche vor Ausbildungsbeginn näher an die Praxis herangeführt werden. Ein einmaliges Praktikum reiche nicht: „Da wäre eine bundesweite Lösung sinnvoll. Die Schüler müssen häufiger die Möglichkeit haben, die Praxis kennen zu lernen.“

Zahlen zu der Ausbildungsplatzsituation auf der

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