WP-Weihnachtschor singt für Mendener in Not

Turmblasen 2014, ausnahmsweise vom Balkon des alten Rathauses. Trotz des andauernden Regens war eine große Menschenmenge vor Ort. Jetzt sucht die WP Weihnachtssänger und Sponsoren.
Turmblasen 2014, ausnahmsweise vom Balkon des alten Rathauses. Trotz des andauernden Regens war eine große Menschenmenge vor Ort. Jetzt sucht die WP Weihnachtssänger und Sponsoren.
Foto: Alexander Bonsendorf
  • Das Weihnachtssingen ist eine beliebte Einrichtung in Menden
  • In diesem Jahr soll etwas Besonderes geben. Mendener Bürger sind zum Mitsingen eingeladen
  • Sponsoren sollen für die Aktiven Geld geben. Vorbild für die Aktion sind Sponsorenläufe

Menden. Im Weihnachtschor auf der Vincenztreppe an Heiligabend etwas für Mendener in Not tun: Diese Idee verfolgen Chorverband Hönne-Ruhr und Kulturbüro der Stadt Menden mit Unterstützung der Westfalenpost und ihrer Leser.

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Hintergrund: Während die Besucherzahl für die große Mendener Traditionsveranstaltung vor der Vincenzkirche immer neue Höchstzahlen erreicht, standen zugleich weniger Sängerinnen und Sänger für den Projektchor zum Turmblasen auf der Vincenztreppe als zuvor. So wurde die pfiffige Idee geboren, aus dem Singen zweier Chorlieder eine Hilfsaktion zu machen, die es in der jahrzehntelangen Geschichte des Turmblasens noch nie gegeben hat.

Zum Mitsingen im Chor eingeladen sind alle Mendener, keineswegs nur „echte“ Chormitglieder. „Wir hoffen darauf, dass es etwa 50 Stimmen werden“, sagt Tobias Holz, Vorsitzender des Chorverbandes. Und der Clou: Für jeden Aktiven, der nach nur drei Probe-Abenden die beiden Lieder von der Treppe aus mitsingt, können engagierte Mendener Geld spenden, das in vollem Umfang dem Verein „Mendener in Not“ und seiner segensreichen Arbeit gegen versteckte Armut in der Stadt zugutekommt.

Finanzielles Risiko eingegrenzt

„Das ist in etwa das Prinzip eines Sponsorenlaufs“, schmunzelt Michael Roth, Leiter des städtischen Kulturbüros. Nur dass hier nicht die gelaufenen Stadionrunden die Endsumme ergeben, sondern die Zahl der Sänger, die Heiligabend für den guten Zweck die Stimme erheben. Mit der Höchstzahl von 50 bis 60 Stimmen ist bei aller Spannung, ob’s am Ende auch klappt, das finanzielle Risiko für die Spender klar eingegrenzt. Denn wer zum Beispiel zusagt, dass er 50 Cent pro Kopf geben würde, der müsste bei 50 Sängern also höchstens 25 Euro versprechen.

Bei weniger Einsatz (oder weniger Sängern) käme entsprechend weniger heraus, aber natürlich hoffen alle Beteiligten und die Aktiven von „Mendener in Not“ um ihren Vorsitzenden Klaus Ullrich auf möglichst viele Teilnehmer auf beiden Seiten. So kann am Ende aus vielen Händen eine große Hilfssumme zusammenkommen. Und das an Heiligabend.

WP-Leser dürfen Lieder auswählen

Im ersten Schritt werden nun Spender gesucht, die sich einen Ruck geben und mitmachen. Danach wird die WP auf allen Kanälen dazu aufrufen, im neuen Mendener Weihnachtschor, der nur an Heiligabend auftritt, mitzusingen. Und: Auch die beiden Lieder, die der Chor unterm Vincenzturm zu Gehör bringen soll, können WP-Lesern aus sieben Vorschlägen aussuchen – wobei „Stille Nacht“, „O du Fröhliche“ und „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ nach altem Brauch den Turmbläsern vorbehalten bleiben. Wer daran teilnimmt, kann obendrein wunderbare Preise gewinnen, etwa Karten fürs Silvesterkonzert.

Doch zunächst suchen wir die Spender. Den Coupons gibt es Anfang der Woche in der Westfalenpost. Der Aufruf zu den Sängern und Liedern folgt in Kürze!

 
 

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