Worte für Simon und nicht nur schwarze Kleidung

Simon Schmitz  ist im Alter von nur zehn Jahren verstorben. Foto: Corinna Schutzeichel
Simon Schmitz ist im Alter von nur zehn Jahren verstorben. Foto: Corinna Schutzeichel
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Menden..  Simon Schmitz‘ Beisetzung findet im allerengsten Familien- und Freundeskreis statt. Bei einer – öffentlichen – Trauerfeier sollen aber alle Menschen, die sich Simon verbunden fühlen, von dem Zehnjährigen Abschied nehmen können.

Simon war am vergangenen Samstag an einer schweren Infektion gestorben – neun Tage nach seiner Knochenmarktransplantation. Wenn die Trauerfeier am Samstag, 28. April, um 11 Uhr in der St.-Marien-Kirche Platte Heide beginnt, ist es ausdrücklicher Wunsch der Familie, „dass jeder in der Kleidung kommt, in der er sich wohl fühlt“, erläutert Simons Tante Sabine Sinemus. „Wenn alle Menschen schwarz gekleidet sind, hätte Simon sicherlich wie die meisten Kinder eher Angst bekommen.“ Die Trauergäste, die schwarze Kleidung tragen möchten, dürfen das selbstverständlich tun. Doch wer mag, darf eben auch in normaler Alltagskleidung kommen. „Und genauso ist es in Ordnung, wenn Simons Fußballfreunde ihr Fußballtrikot anziehen oder seine Tennisfreunde den Tennisschläger mitbringen“, hoffen Sabine Sinemus und Simons Eltern Claudia und Thorsten Schmitz auf ein eher buntes Bild.

Bei der Trauerfeier soll auch allen Menschen, die über Simon einige Worte erzählen oder an ihn einige Sätze richten möchten, Raum gegeben werden. „Wenn jemand die Kraft und das Bedürfnis hat – ob als Gruppe oder als Einzelperson -, dann kann er das bei der Trauerfeier gerne tun“, erklärt Sabine Sinemus. Das könne beispielsweise ein Kind sein, das an Simon einen Brief geschrieben hat. Wenn das Kind den Brief nicht selbst vorlesen mag, würde dies Pfarrer Bernd Lorsbach von der Evangelischen Kirchengemeinde Menden übernehmen, an den man sich dann im Vorfeld wenden sollte.

Wunderschöne Idee: Alle Kinder, die ihre eigene Trauer über Simons Tod mit einem selbst gemalten Bild verarbeiten, können dieses Bild in eine Art Schatzkiste für Simon legen, die zur Trauerfeier in der Marien-Kirche aufgestellt werden wird.

 
 

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