Wohnheim-Bürokratie-Abbau mit Laumann

Ex-Sozialminister Karl-Josef Lauman (M.) vor dem Behinderten-Wohnheim an der Sollingstraße.
Ex-Sozialminister Karl-Josef Lauman (M.) vor dem Behinderten-Wohnheim an der Sollingstraße.
Foto: WP
Karl-Josef Laumann (CDU), einst Sozialminister in NRW, dankte Freitag beim Besuch im Wohnheim Sollingstraße ausdrücklich dem Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte (VKM) für sein Engagement.

Menden.. Mitten im Wahlkampf weilte Laumann zum zweiten Mal innerhalb von vier Wochen in Menden. Am 31. März hatte beim Besuch der Firma ECO der Schwerpunkt im Bereich der Wirtschaftspolitik gelegen. Gestern nahm sich Laumann mehr als eine Stunde zum Hintergrundgespräch mit VKM-Vorstandsmitgliedern um Marie-Ellen Krause und -Mitarbeitern. Es spricht viel dafür, dass dieses Treffen weit über den Tag hinaus wirkt.

Aufmerksam registrierte Laumann, wie sehr Bürokratie den Ablauf eines Wohnheims für Mehrfachbehinderte regelrecht strangulieren kann. „Fertigen Sie mir bitte eine Liste an“, wandte er sich die VKM-Vorsitzende Krause. „Wir werden diese Punkte politisch abarbeiten.“

Die Liste könnte bei einem Glas selbst gemachter Marmelade beginnen, die Eltern ihren Kinder ins Heim Sollingstraße oder die Villa Dominik mitbringen, und reicht bis zu Fieberthermometern und deren Benutzung.

Mehrfach ließ Laumann erkennen, dass er sich nach wie vor als Sozialpolitiker verpflichtet fühlt, insbesondere den Schwachen der Gesellschaft zu helfen. Und das über Parteigrenzen hinweg: „Da herrscht größtenteils Einigkeit. Behindertenpolitik ist die Königsdisziplin der Sozialpolitik.“

Nachdem Rot-Grün die Landesregierung in NRW gestellt hatte, lenkte Laumann als Fraktionschef die Geschicke der CDU im Landtag. Er will auch nach der Landtagswahl weiterhin in Düsseldorf wirken und unterstützt derzeit den heimischen CDU-Kandidaten Wolfgang Exler massiv.

 

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